Geständnis

Linz-Beschimpfer: Interview ist erfunden

Oberösterreich
10.11.2005 11:46
Die wüste Beschimpfung der oberösterreichischen Landeshauptstadt im deutschen „Spiegel“ (wir berichteten) löste ein Welle der Empörung aus. Worauf der Verfasser des Berichtes gestand: Das Rapper-Interview, in dem er Linz als „Arsch der Welt“ bezeichnet, ist frei erfunden - Bushido hat nichts damit zu tun.

„Es gab kein Interview, sondern eine freie journalistische Übertreibung“, gestand der Linz-Beschimpfer dem Linzer Anwalt Thomas Moser, der im Prügelprozess den Berliner Rüpel-Rapper „Bushido“, der bürgerlich Anis Mohammed Yussuf Ferchichi heißt, vertreten hat. „Mein Mandant hat Linz nicht beschimpft, bleibt dabei, dass es ihm hier gut gefallen hat und er wieder kommen will“, erklärt Mag. Moser.

Wer dem Alltag entfliehen will, ist in Linz genau richtig
Abgesehen vom jüngsten „Spiegel“-Bericht kommt Linz in der internationalen Berichterstattung sehr gut weg, liegt im Ranking mit 119 Erwähnungen im deutschsprachigen Raum auf Platz zehn. So heißt es zum Beispiel in der Würzburger „Main Post“: „Ohne einen Abstecher nach Linz ist die Radtour an der Donau nicht komplett. Radler finden dort das richtige Kontrastprogramm: innovative Kunst und Kultur, geschichtsträchtige Bauwerke und typische Kaffeehäuser“. Und die Prager Zeitung: „Die bunte Stadt Linz hat für Urlauber jeglicher Couleur einiges zu bieten.“

„Wer ein Wochenende lang dem Alltag entfliehen möchte, ohne eine Weltreise zu unternehmen, ist in Linz genau richtig“, wirbt die Passauer Presse. „Donaustadt mit Tradition, verwinkelter Altstadt und riesigem Dom in Linz lässt es sich leben“, lobt das „Westfalen-Blatt“ die Donaumetropole. Und der britische „The Independent“ widmete Linz eine ganze Seite: „Linz inspirierte Mozart zu einer Symphonie!“

 

 

 

 

Foto: AP

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