30.09.2013 17:17 |

Nach NR-Wahl

Köpferollen bei SPÖ und ÖVP beginnt

Wer darf bleiben, wer muss gehen? Kaum ist die Wahl geschlagen, beginnt bei SPÖ und ÖVP das Köpferollen. Als Erste warf Unterrichtsministerin Claudia Schmied am Montag das Handtuch. Auch Alois Stöger, Nikolaus Berlakovich und Beatrix Karl werden das Feld räumen, der Job von Finanzministerin Maria Fekter wackelt.

Per SMS kündigte Schmied Montag früh ihren Rückzug aus der Politik an. Sie habe in den letzten Wochen berufliche Angebote bekommen, die sie prüfen werde, auch wolle sie ihrer Familie und ihrem Freundeskreis mehr Aufmerksamkeit widmen.

Überraschend kommt dieser Schritt nicht, Schmied galt bereits seit Längerem als Ablösekandidatin – immer wieder hatte sie sich an der streitbaren Lehrergewerkschaft die Zähne ausgebissen, und von der eigenen Partei war sie im Regen stehen gelassen worden. Ihr nachfolgen könnte die derzeitige Frauen- und Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Bis zur Angelobung der neuen Regierung wird Schmied aber im Amt bleiben.

Stöger, Karl und Berlakovich stehen vor dem Aus
Fix dürfte auch das Aus für Gesundheitsminister Stöger sein. Das Ressort soll eingespart und in die Agenden von Sozialminister Rudolf Hundstorfer eingegliedert werden.

Ziemlich bald ihren Sessel räumen werden wohl auch Justizministerin Karl und der glücklose Umweltminister Berlakovich.

Schwarzer Streit: Wer bekommt Finanzressort?
Einen ÖVP-internen Streit gibt es um das Finanzministerium. Der Job von Fekter wackelt, sie soll abgelöst werden. Gegen ihre möglichen Nachfolger Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner – er möchte unbedingt ins Finanzressort wechseln – und Vizekanzler Michael Spindelegger gibt es allerdings teils große Widerstände innerhalb der Volkspartei.

Kurz als großer Gewinner der Wahl
Einen Aufsteiger gibt es nach der Nationalratswahl allerdings auch: Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz. Er soll ein Ministerium übernehmen. Gerald Klug dagegen soll Minister bleiben, aber das Ressort wechseln - denn die Landesverteidigung zählt nicht zu den liebsten Betätigungsfeldern der SPÖ.

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