Lob deutscher Medien

“10.000 Ösi-Fans verwandelten Arena in Partymeile”

Sport
07.09.2013 11:42
Viel Positives ist den deutschen Medien nach dem 3:0 der Elf von Joachim Löw über das ÖFB-Team in der Münchner Allianz-Arena nicht gerade zum Auftritt der Österreicher eingefallen. Und das wenige, das "Hamburger Morgenpost", "Express" und Co. lobenswert fanden, bezog sich vielmehr auf die Österreicher auf den Rängen. So wurden die "10.000 Ösi-Fans, die die Allianz-Arena in eine rot-weiße Partymeile verwandelten", extra hervorgehoben.

Das mit Erstaunen gepaarte Kompliment über die stimmkräftige Unterstützung des ÖFB-Teams half freilich nicht darüber hinweg, dass der Auftritt der rot-weiß-roten Mannschaft auf dem grünen Rasen nicht sehr beeindruckte. Einmal davon abgesehen, dass sich die deutschen Medien der Elf von Löw naturgemäß verbundener fühlen dürften...

"Rotzfreche Ösis wie eine süße Sacher-Torte verputzt"
So hob etwa der "Express" nicht nur die Party machenden Österreicher auf den Tribünen hervor, sondern auch den Umstand, dass die Deutschen die "rotzfrechen Ösis wie eine süße Sachertorte 3:0 verputzten". Mit gekonnten Ballstafetten habe die DFB-Elf "den Fußball-Erzfeind" kontrolliert.

Die "Hamburger Morgenpost" verband ihr Lob für die Österreich-Fans auch mit Kritik am Ländermatch-Schauplatz München: "Sobald in der Allianz-Arena Fußball gespielt wird, sind vor allem die Gästefans zu hören. 14.000 unserer Nachbarn fuhren über die Grenze, um Austria anzufeuern." Auch die Zeitung aus dem hohen Norden sah ansonsten "eine deutsche Mannschaft, die jederzeit Herr der Lage war. Nichts Neues also gegen die Ösis".

"Schwung der Österreicher war nach Viertelstunde dahin"
Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sah zumindest in den ersten Minuten eine "wild entschlossene Mannschaft", die sich "zu Beginn aufführte, als hätte sie ein Heimspiel". Damit sei es allerdings schnell vorbei gewesen: "Der Schwung der Österreicher war nach einer Viertelstunde dahin, der ewige Außenseiter hatte sich ausgetobt."

Das Grundproblem des Auftritts der Koller-Elf brachte wohl die "Süddeutsche" auf den Punkt: "Die Zuschauer sahen ein DFB-Team, das sich trotz verbesserter Grundordnung immer wieder kleine Unaufmerksamkeiten leistete. Sie sahen aber auch Österreicher, die das nicht nutzen konnten, weil sie zu viel Respekt hatten."

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