Golling

Aqua Salza ist Lichtblick in Salzburger Bad-Misere

Salzburg
29.03.2025 08:00

In Golling ist die Erleichterung groß: Die Zukunft des Familienbades Aqua Salza ist – wie berichtet – gesichert. Doch wie steht es um die weiteren Hallenbadprojekte in Salzburg? Nicht allzu gut. . . 

„Ich werde während der Umbaupause noch mehr graue Haare bekommen, aber das passt schon so.“ Erik Kerwer ist die Erleichterung anzuhören. Der Geschäftsführer des Aqua Salza in Golling ist froh, dass die Zukunft des Hallenbades nach langem Zittern nun doch gesichert ist. Wie berichtet, beschloss die Gemeindepolitik am Donnerstag einstimmig die Sanierung des Bades und Sauna. „Im Juni sperren wir zu und im September schon wieder auf. Ein enger Zeitplan, aber wir schaffen das schon“, freut sich Kerwer.

Das Aqua Salzburg wird saniert
Das Aqua Salzburg wird saniert(Bild: Markus Tschepp)

Die GmbH des Familienbades gehört zur Gänze der Gemeinde Golling. Zuletzt geriet das Aqua Salza bekanntlich in arge wirtschaftliche Turbulenzen. „Erst die Coronapandemie, dann die Energiekrise rund um den Ukrainekrieg und jetzt noch die schier endlose Tunnelbaustelle auf der Tauernautobahn (A10) – das war unser Umsatzsargnagel“, sagt Kerwer. Speziell wegen der Verkehrsprobleme rund um die Arbeiten auf der A10 würden unzählige Gäste das Bad meiden. „Das kostet uns sicherlich 200.000 Euro Umsatz im Jahr“, ist sich der Geschäftsführer sicher. Und: „Umso schöner, dass die Region hinter uns steht und sich alle zu der Zukunft des Bades bekennen.“

Die Sanierungsarbeiten kosten knapp zwei Millionen Euro – mit den Investitionen soll die Wirtschaftlichkeit des Betriebs steigen. Das Land Salzburg hat zugesagt, 70 Prozent der förderbaren Kosten zu übernehmen. Das Bad bekommt eine Photovoltaik-Anlage, die Außenbecken im Badebereich kommen weg.

Wie steht es um die weiteren Projekte? 
Im Salzburger Paracelsusbad steht indes in Kürze der vorerst letzte Badetag an: Ab dem 5. April ist das Hallenbad gesperrt. Wie berichtet, muss erneut an der maroden Dachkonstruktion gewerkelt werden. Die Stadt kostet das wieder knapp 750.000 Euro.

 Die neue Schwimmhalle im Leopoldskroner Bad schieben die Verantwortlichen indes wegen der aktuell finanziell klammen Lage auf die lange Bank. Problematisch: 2027 steht im Halleiner Sportzentrum Rif die Sanierung der Becken an – entsprechende Ausweichmöglichkeiten für Sportler und Vereine fehlen derzeit. Immerhin verlaufen die Planungen für das Hallenbad im Flachgau weiter auf Schiene. Einen fixierten Baustart gibt es aber noch nicht. 

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