Vorbei ist auch der Auftritt der erst 17-jährigen US-Amerikanerin Victoria Duval. Nach dem Sensationssieg über Sam Stosur wurde der Teenager von der Slowakin Daniela Hantuchova unsanft mit einem 6:2, 6:3 von Wolke sieben geholt. Dafür bestätigte der britische Qualifikant Daniel Evans seinen Überraschungserfolg über Kei Nishikori und schaltete den höher eingeschätzten Australier Bernard Tomic in vier Sätzen aus.
Eine besondere Genugtuung für den Engländer, denn in Miami hatte ihn der berüchtigte Vater John Tomic wieder von der Trainingsliste mit seinem Sohn genommen. "Es war schon alles ausgemacht, dann hat sein Vater gesagt: 'Nein, nein, er ist ein Qualifikant. Wir schlagen nicht mit dir.' Das war ein bisschen peinlich", sagte Evans, der aber deshalb keinen Groll gegen Tomic jr. entwickelt hat. Er trifft nun in der dritten Runde auf Tommy Robredo (ESP-19). Sollte er sich durchsetzen, winkt ihm ein Duell mit Federer.
Federer tankt Selbstvertrauen
Der Schweizer hatte übrigens diese Tage keine Probleme mit einem Training mit Evans. Der im Ranking auf Platz sieben zurückgefallene, in der Gunst der Fans aber immer noch ganz oben stehende Federer gab gegen Carlos Berlocq nur sechs Games ab. "Das war eines der Matches, von dem ich mir, wenn möglich, einen klaren Dreisatz-Sieg erwarte und Selbstvertrauen tanke. All das ist passiert und das freut mich", konstatierte der Eidgenosse, der nun auf den Franzosen Adrian Mannarino trifft. Mannarino schaltete mit Sam Querrey (USA-26) eine der Hoffnungen der Amerikaner aus.
Nadal unterstreicht Favoritenrolle
Der Topfavorit Rafael Nadal untermauerte mit einem 6:2, 6:1, 6:0 über Rogerio Dutra Silva (BRA) seine Titelambitionen. Nach 92 Minuten hatte er seine Saisonbilanz auf 55:3-Siege geschraubt, er ist seit 17 Spielen auf Hartplatz ungeschlagen, daran wird wohl auch Ivan Dodig (CRO) nichts ändern können. Im Achtelfinale träfe der als Nummer zwei gesetzte Spanier entweder auf John Isner (USA-13) oder Philipp Kohlschreiber (GER-22). Für Isner Gelegenheit zur Revanche, hatte der 2,06 Meter große US-Amerikaner doch im Vorjahr in New York in Runde drei gegen den Deutschen verloren.
Keine Blöße gaben sich auch Serena Williams und Viktoria Asarenka, die weiterhin auf eine Wiederholung des Vorjahres-Endspiels zusteuern. Serena fegte Galina Woskobojewa mit 6:3, 6:0 vom Court, ehe sie sich später auch an der Seite von Schwester Venus im Doppel durchsetzte. Asarenka zeigte neuerlich wie sehr sie sich auf den Hartplätzen in New York wohlfühlt. Sie hat nach zwei Spielen nur vier Games abgegeben. "Ich würde sagen, die Hartplätze sind mein Ehemann. Weil wir schon so lange zusammen sind, fühlen wir uns wohl miteinander", bemühte sich die Weißrussin um Humor.
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