Trotz 2:3-Heimpleite

Austria zieht in die CL-Gruppenphase ein

Sport
27.08.2013 22:35
Es ist geschafft! Erstmals seit Rapid 2005 stellt Österreich wieder eine Mannschaft in der Gruppenphase der Champions League. Meister Austria machte die Angelegenheit nach dem 2:0 bei Dinamo Zagreb im Hinspiel vergangene Woche durch eine beinahe schon grotesk passive Spielweise zwar spannender als nötig, am Ende reichte allerdings eine 2:3-Heimniederlage dennoch zum Aufstieg. Dabei waren die "Veilchen" nahezu perfekt ins Spiel gestartet, als Mader schon in Minute sechs ins Tor getroffen hatte.

Austria-Coach Nenad Bjelica hatte in der Erfolgself von Zagreb nur eine Veränderung vorgenommen: Der in Kroatien gesperrt gewesene Markus Suttner lief wie erwartet anstelle von Hinspiel-Torschützen Marin Leovac ein. Dinamos neues Trainerduo Damir Krznar und Zoran Mamic baute seine Hoffnung auf das "Wunder von Wien" vor allem auf den nach einer Verletzung zurückgekehrten Brasilo-Kroaten Sammir.

Schnelles Tor fiel - aber anders als befürchtet
Ein schnelles Tor der Gäste hatte die Austria vor dem Spiel befürchtet, doch nach wenigen Minuten brandete in der "Austria-Arena" violetter Jubel auf. Ein Freistoß von Mader segelte dicht über den Köpfen der Akteure hinweg ins lange Eck. Der Traumstart für die Austria war damit perfekt. Dinamo benötigte damit drei Tore, um noch als Aufsteiger vom Platz zu gehen. Trotz des Rückstands machte der 15-fache kroatische Meister aber keine Anstalten, das Spiel verloren zu geben.

Dinamo agierte im Vergleich zum Hinspiel deutlich verbessert und schnürte die Austria in ihrer eigenen Spielhälfte ein. Die Wiener fanden überhaupt keine Mittel, Entlastung zu schaffen. Torhüter Heinz Lindner parierte zunächst einen Soudani-Schuss bravourös (30.), kurz darauf bestrafte Dinamo schlussendlich aber die Passivität der Wiener. Brozovic schlenzte den Ball vom Sechzehner ins lange Eck und beendete damit die Europacup-Torsperre der Austria.

Erstmaliger Rückstand noch vor der Pause
Vier Minuten später reklamierten die technisch starken Kroaten darüber hinaus einen Hands-Elfmeter, nachdem Marko Stankovic den Ball im Strafraum verdächtig berührt hatte. Die Austria war nun schwer angeschlagen und Lindner wenig später gegen Fernandes wieder gefragt (42.). Dinamo wurde für die starke Vorstellung aber noch vor dem Pausenpfiff belohnt. Die Austria-Defensive konnte nach einem hohen Ball nicht klären und Fernandes zirkelte den Ball in die Maschen. 68 Prozent Ballbesitz zugunsten der Gäste sprachen eine deutliche Sprache.

Bjelica, der im Vorfeld von "harter Arbeit" für seine Mannschaft gesprochen hatte, war in der Halbzeit gefragt. Die Austria versuchte den Gegner nach Seitenwechsel auch früher zu stören und Konterattacken zu setzen. Tomas Jun fand nach einer Suttner-Hereingabe auch eine aussichtsreiche Möglichkeit vor, jagte den Ball aber über das Gehäuse (48.). Am Drücker blieb aber nur Dinamo, allein Fernandes fand zwei Möglichkeiten (55., 62.) auf den dritten Treffer vor, ehe der eingewechselte Beciraj per Kopf endgültig für violette Depression sorgte.

Kienast erlöst bangende "Veilchen"-Fans
Dinamo wechselte danach seine Stars Sammir und Soudani aus, die Austria musste reagieren. Bjelica schickte schließlich in der 81. Minute Kienast auf das Spielfeld - und nur eine Minute später ließ der Stürmer die Arena erneut erbeben. Was folgte war eine neuerliche Abwehrschlacht der Austria. Mit etwas Glück und viel Leidenschaft brachten die Wiener das Resultat aber über die Zeit. Die "Jahrhundertchance" war genutzt.

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