Die "Village people" knackten bei ihrem ersten Antritt die Festung Hanappi-Stadion – ein Meilenstein. "Kein Zufall, wir trainieren ja das Pressing. Aber es gibt noch viele Fehler, wir lassen die Kirche im Dorf", analysierte Trainer Adi Hütter. "Rapid hätte auch in Führung gehen können."
Kein echter Stürmer bei Rapid
Aber Rapids Personalsituation für die Offensive ist derzeit eben problematisch: kein Stürmer am Rasen, keiner auf der Bank, aber zwei linke Verteidiger. Wenn es nicht wie geplant läuft, fehlen für die Variante Brechstange Alternativen. Am Sonntag versuchte Trainer Zoran Barisic etwas anderes mit seinen offensiven Mittelfeldspielern: Sabitzer ganz vorne, Schaub und Burgstaller an den Flanken. Viel Laufarbeit, viel Rochieren – aber in Grödigs Strafraum hatte Rapid nie eine numerische Überlegenheit. Im Finish kam Tormannriese Novota bei den Standards zweimal nach vorne – ein Zeichen der Verzweiflung.
Boyd noch nicht ganz fit
Viel zu oft stand ein Rapidler vorne der Übermacht von Grödiger Abwehrspielern gegenüber, fanden daher passable Flanken keinen Abnehmer. Die Stoßstürmer, die Rapid gebraucht hätte, sahen verletzt zu: Alar und Boyd, dessen Einsatz Barisic wegen der drohenden Schulteroperation weiter nicht riskierte. Der Amerikaner ("Das wäre ein Spiel für mich gewesen") kündigte nach dem 0:1 an, es Donnerstag in Tiflis beim Retourspiel gegen Dila Gori probieren zu wollen. Rapid fehlten auch Präzision beim letzten Pass und Effizienz: Von 15 Schussversuchen nur drei aufs Grödig-Tor. Elf Gelbe Karten zeigten den verbissenen Kampf.
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