Salzburg ist nun schon saisonübergreifend seit 25 Meisterschaftspartien ungeschlagen. Die Admira musste hingegen unter Interimscoach Oliver Lederer, der nach dem Ende der Herbstsaison wegen fehlender Pro-Lizenz abtreten wird, im dritten Spiel die erste Niederlage hinnehmen.
Salzburg war in den ersten 20 Minuten auch die klar initiativere Mannschaft. Soriano sorgte zweimal aus der Entfernung für Gefahr (8./Freistoß über das Tor, 17./aus 17 m daneben), Ulmer prüfte aus spitzem Winkel Admira-Goalie Leitner (34.). Der Gäste-Schlussmann war es auch, der die beste "Bullen"-Chance aus Kurzdistanz durch Mane gleich zu Beginn vereitelte (5.). Die Niederösterreicher suchten ihr Heil nicht nur in konzentrierter Defensivarbeit, sondern wagten sich immer wieder auch nach vorne.
Nach rund 25 Minuten entwich aber die Luft aus der Partie, die erst mit Beginn der zweiten Hälfte wieder etwas mehr Fahrt aufnahm. Die Admira machte den Hausherren mit engagiertem Spiel weiter das Leben schwer, ging schließlich aber durch einen Selbstfaller k.o.: Auer berührte eine Mane-Hereingabe mit dem Oberarm, Soriano ließ sich die Chance vom Punkt nicht entgehen.
Salzburg brachte die Partie von da an ohne großen Aufwand nach Hause. Mane vergab nach Sorianos Vorarbeit allein vor dem Tor die Riesenmöglichkeit auf das 2:0 (63.), in der Schlussphase vereitelte Leitner eine Doppelchance von Ulmer und Soriano (79.). Die Admira gab sich aber nicht geschlagen, scheiterte bei einem Schick-Schuss (50.) sowie einem Versuch Ouedraogos aus spitzem Winkel (65.) aber an Gulacsi.
Grödig überrascht mit Sieg bei Rapid
Die in der Liga mittlerweile drei Partien torlosen Rapidler verpatzten gegen Grödig ihre Generalprobe fürs entscheidende EL-Play-off-Rückspiel in Georgien. Am Donnerstag verteidigen die Wiener in Tiflis gegen Dila Gori ein 1:0-Guthaben. Vor Anpfiff machten einige Rapid-Fans ihrem Unmut über die Vereinsführung Luft. Zahlreiche Anhänger trugen T-Shirts mit "Vorstand raus"-Aufschriften, zudem zündeten sie bengalische Feuer, die ihrem Lieblingsklub wohl wieder eine saftige Geldstrafe bescheren werden.
Rapid-Coach Zoran Barisic schickte neuerlich sein Stammpersonal auf den Rasen. 12.800 Zuschauer erlebten von Beginn an eine flotte Partie und sahen sehr rasch, dass Grödig völlig zurecht an der Liga-Spitze mitmischt. Die Salzburger standen defensiv gut, schalteten nach den Ballgewinnen blitzschnell um und brachten die Rapidler damit mehrmals in Bedrängnis.
Robert Strobl (2.) und Dieter Elsneg (6.) bescherten Rapid-Goalie Jan Novota einen arbeitsreichen Auftakt, für Rapid verfehlte Sabitzer hauchdünn das lange Eck (11.). Die Grödiger wurden für ihren neuerlich unbekümmerten Auftritt mit der 1:0-Führung belohnt. Nach Freistoß-Flanke von Thomas Salamon setzte sich Karner gegen Bewacher Christopher Trimmel durch und knallte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Allerdings half Karner bei der Ballannahme auch ein wenig mit der Hand mit.
Rapid lief dem Rückstand eher ideenlos hinterher, Trimmel vergab die beste Ausgleichschance vor der Pause (36.). Nach Wiederbeginn gelang es den Rapidlern lediglich phasenweise, großen Druck zu erzeugen und den Underdog einzuschnüren. Trimmel scheiterte zweimal (57., 73.) am stark parierenden Kevin Fend, ansonsten blieben Riesenchancen für die Grün-Weißen aus. Per Konter hätte beinahe Philipp Zulechner für die Vorentscheidung gesorgt (68.).
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