Caroline Bredlinger ist bei der Hallen-WM der Leichtathleten in Nanjing in ihrem 800-m-Vorlauf als Fünfte in 2:03,29 ausgeschieden!
Dabei verpasste sie den zum Aufstieg ins Semifinale notwendigen dritten Platz nur um 22 Hundertstel. Die Burgenländerin zog aber zu Recht ein erfreuliches Fazit ihrer China-Reise: „Ich bin stolz, überhaupt dabei gewesen zu sein.“
„Kleine Chance aufs Semifinale“
Die 23-Jährige, die schon vor 14 Tagen bei der Hallen-EM in Apeldoorn eine gute Leistung geboten hatte, lieferte ein sehr beherztes Rennen, lag die letzten drei Runden jeweils auf dem vierten oder fünften Platz, immer auf Tuchfühlung mit der Spitze. Sie meinte: „Kurz hatte ich auch Hoffnung gehabt, ins Semifinale aufzusteigen.“ Noch 50 m vor dem Ziel sei „ja eine kleine Chance da gewesen“, aber dann seien die Läuferinnen, „die auch eine deutlich bessere Bestzeit haben“, an ihr vorbeigezogen.
„Viel mehr war ja auch nicht zu erwarten“, bekannte sie, „aber ich habe das Beste daraus gemacht, es war ein solides Ergebnis. Es war auch schwierig gewesen, auf der Bahn 1 zu laufen.“ In der offiziellen Gesamtreihung kam sie unter den 24 Teilnehmerinnen auf den 14. Platz. Da war es leider relativ müßig, dass sie insgesamt die fünftschnellste Zeit lief, denn es ging ja um die Platzierungen in den Vorläufen, nicht um die Zeit.
„Taktisch viel gelernt“
Von der EM und WM nimmt sie viel für die Freilulft-Saison mit: „Ich habe taktisch viel gelernt!“ Für den Sommer sei natürlich die Qualifikation für die WM in Tokio im September das Ziel. Sie fliegt am Montag nach Österreich zurück und nutzt jetzt das Wochenende noch, ein wenig von der Metropole am Jangtsekiang zu sehen. Den Athleten werden dazu Stadtrundfahrten vom Team-Hotel aus angeboten.
Erster Titel an Italien
Den ersten Titel dieser Hallen-WM sicherte sich Andy Diáz Hernández im Dreisprung mit 17,80 m. Der in Kuba geborene Italiener hatte vor zwei Wochen auch in Apeldoorn EM-Gold gewonnen.
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