Rauswurf in Dresden

Pacult hinterlässt wieder verbrannte Erde

Sport
19.08.2013 15:59
Peter Pacults zweite Amtszeit bei Dynamo Dresden ist nach nur acht Monaten bereits wieder Geschichte. Der Wiener hat beim deutschen Zweitligisten wieder einmal verbrannte Erde hinterlassen. Sein Vertrauensverhältnis zum Aufsichtsrat galt bis zuletzt als schwierig. Auch in der Mannschaft hätten sich laut deutschen Medien Widerstände gehalten.

Stunden vor seiner Entlassung hatte Pacult in einem Fernsehinterview Vereinsführung und Umfeld kritisiert. "Wenn Profis und Amateure miteinander arbeiten, ist es das Problem, dass sich der Amateur von dem Profi nicht immer das sagen lässt, was er in 40 Jahren erfahren hat", erklärte Pacult auf Sky. Nach der zweiten Heimpleite in Folge, einem 0:3 gegen den FSV Frankfurt, zog der Klub am Sonntag die Reißleine.

Nach vier Runden liegt Dynamo mit nur zwei Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Bereits in der Vorsaison hatte Pacult die Sachsen erst über den Umweg der Relegation den Klassenerhalt gesichert. Schon unmittelbar nach dem geschafften Ligaerhalt war öffentlich mit einer Ablöse des früheren Rapid-Trainers spekuliert worden. Der 53-Jährige, der Dynamo bereits von 2005 bis 2006 vor seinem Rapid-Engagement betreut hatte, blieb.

Pacult bleibt auf Dresdens Gehaltsliste
Pacult steht nach seiner Beurlaubung vorerst weiter auf der Dresdner Gehaltsliste - wie auch Vorgänger Ralf Loose, den er im Dezember abgelöst hatte. Im nächsten Spiel gegen St. Pauli sitzt Sportchef Steffen Menze auf der Trainerbank. "Wir sind der Meinung, dass wir den Kader haben, um die Klasse zu halten", betonte Menze. "In den letzten zwei Spielen haben wir aber eine große Gefahr gesehen, dass das nicht der Fall sein könnte."

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