Erschreckende Zahlen hat eine Analyse des VCÖ von Verkehrsstatistiken der letzten vier Jahre zutage gefördert: Männer verursachen doppelt so viele Verkehrsunfälle mit Personenschaden wie Frauen, und sogar dreieinhalb Mal (!) so viele tödliche Verkehrsunfälle.
Bei den Unfallopfern sei der Unterschied zwischen den Geschlechtern bei den 15- bis 24-Jährigen am größten, berichtete der VCÖ auf Basis von Daten der Statistik Austria: In den vergangenen vier Jahren kamen demnach viereinhalb Mal so viele junge Männer wie junge Frauen im Straßenverkehr ums Leben.
„Wären Männer so sicher mobil wie Frauen, dann hätte Österreich sein Verkehrssicherheitsziel bereits erreicht“, sagte VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky: Bis 2030 soll die Zahl der Verkehrstoten auf unter 207 sinken. Im Vorjahr wurden österreichweit 349 Todesopfer auf den Straßen verzeichnet.
Von 2021 bis 2023 verursachten Männer weiters fast 67.800 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, bei Frauen waren es 31.750.
Alkoholfahrten und Rasen öfter „männliche“ Delikte
Rund 85 Prozent der an Unfällen beteiligten Alko-Lenker waren Männer. „Sowohl Alkohol am Steuer als auch Schnellfahren sind Delikte, die von Männern häufiger begangen werden als von Frauen“, erläuterte Jaschinsky.
Unterschiede gibt es allerdings auch beim Mobilitätsverhalten: Frauen und Männer legen laut VCÖ zwar ungefähr gleich viele Wege zurück, aber Frauen sind in Summe häufiger zu Fuß unterwegs, lenken etwas seltener ein Auto und fahren deutlich seltener mit dem Motorrad. Den öffentlichen Verkehr nutzen Frauen und Männer in etwa gleich viel.
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