Die schwächelnde Wirtschaft lässt die Arbeitslosigkeit steigen. Ende Februar waren fast 430.000 Menschen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Das ist ein Plus im Vergleich zum Vorjahr.
Laut dem Arbeitsministerium steigen die Zahlen bereits seit April 2023. Ende Februar lag die Arbeitslosenquote bei 8,1 Prozent. 347.424 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 82.516 in Schulungen. Fast 8000 von ihnen suchen eine Lehrstelle. Das ist mehr als, als es offene Lehrstellen gibt (7616).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es vor allem mehr Arbeitslose in der Warenerzeugung und Industrie, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, in der Gastronomie und Beherbergung, sowie im Verkehr und Lagerwesen. Die offenen Stellen sind im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Prozent zurückgegangen.
So ist die Arbeitslosigkeit im Detail gestiegen.
Regierung kündigte mehr Geld für AMS an
Insolvenzen wie die von KTM, Kika/Leiner und Palmers würden zu massiven Kündigungswellen führen, sagte die Arbeiterkammer Wien in einer Aussendung. Nach unterschiedlichen Gruppen betrachtet sind vor allem Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und unter 25-Jährige arbeitslos.
Im Bundesländer-Vergleich hatten im Februar Oberösterreich, Salzburg und Tirol die größten Anstiege, wobei die Arbeitslosenquote insgesamt in Wien mit 12,4 Prozent am höchsten ist.
Die Arbeitslosenquote nach Bundesländern:
„Die neue Bundesregierung hat angekündigt, das AMS mit deutlich mehr Budget zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit auszustatten. Das ist ein wichtiger erster Schritt“, sagte AMS-Chef Johannes Kopf.
Sozialpartner forderten in Aussendungen unter anderem eine „Offensive für Beschäftigung“ und einen Kampf gegen Frauen- und Jugendarbeitslosigkeit. Der ÖVP-Wirtschaftsbund spricht sich hingegen für steuerfreie Prämien, begünstigte Überstunden und Erleichterungen für das Arbeiten im Alter aus.
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