Politikwissenschaftlerin und Autorin Gisella Schiestl kennt sich wohl am besten aus, wenn es um Frauen in der Tiroler Politik geht. Sie stand der „Krone“ Rede und Antwort und gab spannende Einblicke in die Geschichte.
„Zu den merkwürdigsten Überraschungen, die für viele den Ausgang des Krieges bzw. seine Folgeerscheinungen gebracht haben, gehört unstreitig das nunmehr völlig feststehende Frauenwahlrecht“, las man im November 1918 – dem Jahr, in dem das Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde – im Allgemeinen Tiroler Anzeiger. Weiter: „Hätte uns vor vier Jahren jemand gesagt, dass nach dem Kriege auch die Frauen als Gleichberechtigte an die Wahlurne schreiten würden, so hätten wir ihn sicherlich als restlos reif für Hall erklärt.“ Hall, also in die Psychiatrie.
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