Gebete weltweit
Kritisch, aber stabil: Papst hatte ruhige Nacht
Papst Franziskus hat eine ruhige Nacht verbracht und ruht sich aus. Es sei keine akute Atemnot aufgetreten, wie es vergangene Woche der Fall gewesen war. Die Blutwerte seien weiterhin stabil.
Der Gesundheitszustand des Papstes, der sich seit dem 14. Februar in der römischen Poliklinik Agostino Gemelli befindet, ist weiterhin kritisch, aber stabil, so der Vatikan am Dienstagabend.
Am Dienstag wurde der Papst einer Computertomographie der Lungen unterzogen.
Kardinäle am Krankenbett
Er empfing den vatikanischen Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin und Substitut Edgar Peña Parra. Franziskus berief auch ein Konsistorium für die Heiligsprechung von zwei Seligen ein.
Telefonate nach Gaza
Trotz seiner Krankheit telefoniert der Papst auch weiter mit der Pfarrei in Gaza, wie er es jeden Nachmittag seit Ausbruch des Krieges getan hatte. „Als Pfarrei der Heiligen Familie in Gaza sind wir immer froh und bewegt, seine Stimme zu hören. Das gibt uns so viel Trost. Es ist eine große Freude, auch inmitten so vieler Prüfungen, zu wissen, dass der Heilige Vater trotz seines heiklen Gesundheitszustands weiterhin an den Frieden in Gaza denkt und betet“, so der hiesige Pfarrer, Pater Gabriel Romanelli.
Erneut Rosenkranzgebet
Am Dienstagabend versammelten sich Gläubige zum zweiten Abend in Folge auf dem Petersplatz zum Rosenkranzgebet, das vom philippinischen Kardinal Luis Antonio Tagle geleitet wurde. Der Vatikan hatte ab Montag Gläubige zum täglichen Rosenkranzgebet für Franziskus auf dem Petersplatz aufgerufen.
Kein Tabu: Keine Verschwiegenheit um Gesundheit
Jahrhundertelang war es eines der größten Tabus: Im Vatikan war die Gesundheit der Päpste ein gut gehütetes Geheimnis. Über den Zustand des Heiligen Vaters zu sprechen, galt als profan. Mit Franziskus schlägt der Vatikan einen neuen Weg ein.
Papst will keine Fake News
Die Transparenz passt ganz zu Franziskus‘ offenem Kommunikationsstil und stellt eine klare Abweichung von der traditionellen Verschwiegenheit des Vatikan dar. Franziskus‘ behandelnder Arzt, Sergio Alfieri, sei vom Heiligen Vater persönlich dazu angehalten worden, täglich zu informieren, „ohne etwas zurückzuhalten“. Damit möchte der Pontifex der Verbreitung von Falschinformationen, sogenannter Fake News, entgegenwirken.

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