Fünf Salzburger Ski-Hoffnungen nehmen an den 44. Alpinen Junioren-Weltmeisterschaften in Tarvis teil. Damit stellt der Landesverband die zweitstärkste Abordnung im 16-köpfigen Team. Während Viktoria Bürgler zum vierten Mal an der WM teilnimmt, gibt es auch vier Talente, die ihr Debüt auf dieser Ebene feiern.
Mit Mirjam Puchner und Stefan Brennsteiner nahmen nur zwei Salzburger Ski-Asse an der Heim-WM in Saalbach teil. Bei den 44. Junioren-Ski-Weltmeisterschaften im italienischen Tarvis von 27. Februar bis 6. März sind indes fünf Hoffnungen des Landesverbands (SLSV) dabei. Die Salzburg nach Tirol (sechs) zur zweitstärksten Abordnung im 16-köpfigen Team machen. „Das ist echt lässig. Alle haben es sich verdient“, freut sich Rudi Plazotta, sportlicher Leiter Ski alpin im SLSV.
Das vergangene Großereignis im Glemmtal („Eine Benchmark und sehr viel wert für unseren Nachwuchs“) und die österreichische Ausgangslage nimmt er als Vorbild für das heimische Quintett. „Wir zählen nicht zu den Topfavoriten, aber wir sind die gefährlichen Außenseiter.“
Bürgler will Coup wiederholen
Angeführt wird der Fünferpack von Viktoria Bürgler (SC Dienten), die sich die größten Medaillenchancen ausrechnen darf. Die 21-Jährige gewann 2024 in Haute-Savoie (Fra) zweimal Silber und hofft auf eine Wiederholung. „Ich habe seitdem einige Schritte gemacht“, sagt fünffache Weltcup-Starterin, deren aktuelle Saison einer Achterbahn gleiche, wie sie selbst erklärt. „Es ist die Konstanz, die noch fehlt. Ich muss meine Trainingsleistungen noch öfter auch im Rennen zeigen.“
Wann die vierfache WM-Starterin Tarvis glücklich verlässt? „Wenn ich mir nicht vorwerfen kann, nicht alles gegeben zu haben“, sagt Bürgler, für die es die letzte Weltmeisterschaft auf dieser Ebene sein wird.
„Froh, dass ich weitergemacht habe“
Seine erste, aber zugleich auch letzte Junioren-WM wird Stefan Schaidreiter vom SC Kleinarl erleben. Im vergangenen Frühjahr verlor der 21-Jährige seinen Platz im ÖSV-Kader, hängte seine Ski aber nicht an den Nagel. „Ich bin froh, dass ich weitergemacht habe. Es ist etwas Besonderes, hier dabei zu sein“, sagt der Pongauer, der seinen positiven Trend der vergangenen Wochen fortsetzen will und sich bei seinen Rennen (fix sind Riesentorlauf und Slalom) wieder für einen Platz im Kader empfehlen will. Die Formkurve zeigt definitiv nach oben. Mitte Februar gewann er im „Riesen“ und im Stangenwald jeweils den Junioren-Staatsmeistertitel.
Pinzgauer holt Debüt nach
Den Salzburger Fünferpack ergänzen zwei weitere Debütanten und eine Debütantin. Nach seinem verletzungsbedingten Ausfall im Vorjahr kommt Speed-Spezialist Matthias Fernsebner (SC St. Martin bei Lofer) endlich zu seiner Premiere. Auch Florian Neumayer brennt auf das Großereignis.
Der 18-Jährige (SC Radstadt), der 2024 bei den Olympischen Jugendspielen Bronze im Riesentorlauf und an der Seite von Maja Waroschitz Gold im Teambewerb gewann, zielt auf eine Überraschung ab. „Es fahren so viele Nationen mit, wie sonst nie. Deshalb ist es schwer, einzuschätzen, wo man steht. Aber ein Platz in den Top-10 wäre echt stark“, sagt Neumayer.
Apropos Top-10: Die fuhr Emilia Herzgsell (USC Altenmarkt/Zauchensee) in dieser Saison just bei den Heimrennen im Jänner auf der „Gamskogel“-Abfahrt zweimal ein. Und das als Mittrainiererin, sprich Außenseiterin. Aber die können bekanntlich ja immer überraschen.
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