Für viele Semester ist das der erste Opernball, den sie ohne Richard Lugner erleben werden. Grund genug, den König der Selbstvermarktung und der Fettnäpfchen hochleben zu lassen.
Alles hätte 1991 mit Diva Gina Lollobrigida beginnen sollen. Der Irakkrieg sorgte damals für die Absage des Opernballs, konnte die Erfolgsstory Mörtels aber nicht verhindern. Denn mit Star-Gast Harry Belafonte (dem Vernehmen nach musste Richard Lugner damals nur Flug und Spesen zahlen) ging die Liebesgeschichte zwischen ihm und dem Staatsgewalze doch los.
Vom kessen Tanz mit George Clooneys Ex Elisabetta Canalis, über Ruby Rubacuori (damals in Berlusconis Bunga Bunga-Skandal verwickelt), Kim Kardashian und Paris Hilton, bis hin zu Priscilla Presley zuletzt – Lugner hatte sie alle.
Mit den steigenden Honoraren seiner Gäste stieg auch seine Popularität beim Volk. Vielleicht nicht so sehr in der ach so feinen Gesellschaft. Doch das kratzte Lugner mit allen seinen Hoppalas und Fettnäpfchen bis zuletzt gar nicht. Im Gegenteil, nahezu jeder mochte seine Art, bei der stets auf Augenhöhe mit seinem Gegenüber blieb. Wir werden ihn vermissen.
PS.: Lollobrigida holte er sich 2013 dann als Gast beim Staatsgewalze.
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