Drohnen-Einschlag
Tschernobyl: Welche Gefahren für Österreich lauern
Eine Drohnen-Explosion hat ein Loch in die Schutzhülle des ehemaligen ukrainischen AKW Tschernobyl gerissen. Schnell kam Entwarnung, dass kein Strahlenaustritt erfolgt sei. Trotzdem bleiben Sorgen rund um einen Super-GAU im Kriegsgebiet. Ein Atomexperte erklärt, welche Gefahren lauern – und warum Österreich nicht nur in die Ukraine schaut.
Tschernobyl. Ein Wort, das etwas auslöst. Nämlich Trauer – oder zumindest ein ungutes Gefühl. Nicht nur bei jenen, die die Nuklearkatastrophe nahe der ukrainischen Stadt Prypjat im April 1986 im vollen Bewusstsein miterlebt haben. Das Drama in aller Kürze: Ein simulierter Stromausfall führt zur Explosion in Reaktor-Block 4. Riesige Strahlungsmengen treten aus, verseuchen weite Landstriche, bringen Tod, Leid, Krankheiten und Ängste über Generationen und Landesgrenzen hinweg.
Waldbrände, welche in den letzten Jahren immer wieder rund um die Reaktorruine wüteten, ließen Sorgen regelmäßig aufflammen. Mit Beginn des russischen Angriffskrieges rückten ukrainische Atomkraftwerke – egal ob stillgelegt oder noch aktiv – erst recht in den Fokus. Jetzt schlug eine Drohne im havarierten AKW Tschernobyl ein.

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