14.07.2013 09:06 |

Dutzende Verletzte

Rasender Lkw kracht bei Moskau in Bus: 18 Tote

Bei einem schweren Zusammenstoß von einem Lastwagen mit einem Linienbus sind in der Nähe von Moskau am Samstag 18 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 Personen wurden bei dem Unglück verletzt, bei 15 davon bestehe laut den Behörden Lebensgefahr. Es handelt sich um einen der schwersten Verkehrsunfälle seit Jahren in Russland.

Der Transporter sei mit extremem Tempo in den Bus gerast, der bei dem Aufprall zerrissen wurde. Die Bergungsarbeiten wurden erschwert, weil ein Großteil der zwölf Kubikmeter Kies, die der Lastwagen transportiert hatte, bei dem Unfall in den Bus gerutscht war.

Lkw-Lenker in diesem Jahr schon sechsmal belangt
Der 46 Jahre alte Lkw-Fahrer aus Armenien überlebte das Drama. Laut Medienberichten wurde er im Krankenhaus von Ermittlern vernommen, er soll seinen Nachrang auf einer Kreuzung missachtet haben. Der Mann sei allein in diesem Jahr bereits sechsmal wegen Verstoßes gegen die Verkehrsregeln aufgefallen und belangt worden. Gegen den 46-Jährigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet, ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft.

Am Unfallort Podolsk rund 35 Kilometer nördlich vom Zentrum der russischen Hauptstadt waren mehr als 230 Helfer, 30 Krankenwagen und zwei Hubschrauber im Einsatz. Es bildeten sich lange Staus. Viele Autofahrer saßen fest, sodass Helfer die Menschen bei sommerlicher Hitze zusätzlich mit Wasser versorgen mussten.

Jedes Jahr Tausende Todesopfer auf Russlands Straßen
Auf Russlands Straßen sterben jedes Jahr Tausende Menschen. Nach offiziellen Angaben gab es 2012 mehr als 200.000 Unfälle, bei denen etwa 28.000 Menschen ums Leben kamen und über 258.000 Personen verletzt wurden. Neben menschlichem Versagen gelten oft auch die maroden Straßen in Russland und veraltete Autotechnik als Gründe für die Unfälle.

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