Di, 19. Februar 2019
12.07.2013 13:49

Frauen verletzt

Abtreibungen: Berufsverbot über Ärztin verhängt

Jene Wiener Abtreibungsärztin, in deren Ordination es laut der Patientenanwältin Sigrid Pilz zu zahlreichen schweren Komplikationen gekommen ist, darf vorläufig ihren Beruf nicht mehr ausüben. "Die Magistratsabteilung 40 hat aufgrund der Anzeige eines Krankenhauses an die Staatsanwaltschaft ein temporäres Berufsverbot verhängt", teilte die Magistratsabteilung am Freitag mit.

Das Ärztegesetz ermögliche "die vorläufige Untersagung der Berufsausübung, sobald ein Strafverfahren wegen grober Verfehlungen bei Ausübung des ärztlichen Berufes eingeleitet worden ist und Gefahr im Verzug vorliegt", hieß es vonseiten der Magistratsabteilung. Dieses Verwaltungsstrafverfahren sei bereits vom zuständigen Bezirksamt gegen die Ärztin eingeleitet worden. Der Medizinerin werde "die Berufsausübung mit sofortiger Wirkung" vorläufig untersagt.

"Diese Ärztin ist daher bis zum rechtskräftigen Abschluss des gegen sie eingeleiteten Verwaltungsstrafverfahrens nicht mehr berechtigt, ihren Beruf auszuüben", hieß es. Das werde von der Polizei auch überprüft. Anfang der kommenden Woche soll dann in den Ordinationsräumlichkeiten eine Nachschau wegen der hygienischen Verhältnisse erfolgen.

Sieben Opfer mit massiven Verletzungen bekannt
Der Wiener Ärztin wird vorgeworfen, in ihrer Praxis jahrelang Schwangerschaftsabbrüche zum Billigtarif angeboten und dabei zahlreiche Frauen teils schwer verletzt zu haben. Sieben Opfer mit massiven Verletzungen wandten sich bereits an die Patientenanwaltschaft.

Laut Patientenanwältin Pilz sind aber noch weit mehr Frauen betroffen. Alleine in den letzten vier Jahren wurde die Rettung 16 Mal zur Ordination gerufen, so Pilz. Jedes Mal musste eine bei einem Schwangerschaftsabbruch verletzte Frau ins Krankenhaus gebracht werden.

Pilz kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Ärztekammer, die alles wisse und nichts unternehme. Die Ärztekammer selbst wies die schweren Vorwürfe am Donnerstag zurück.

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