Karriere beendet

Nie wieder Trainer: Heynckes schließt Comeback aus

Sport
16.06.2013 11:45
Jupp Heynckes, der die Bayern in der abgelaufenen Saison zu Meistertitel, Pokalsieg und Champions-League-Triumph gecoacht hatte, wird seine Trainerkarriere endgültig beenden. Der 68-Jährige, der trotz des Triples in München Pep Guardiola Platz machen musste, sagte zum "Spiegel", er werde keine Mannschaft mehr trainieren, auch nicht die deutsche Nationalmannschaft.

Nach dem Saisonabschluss wollte sich Heynckes noch nicht eindeutig festlegen und kündigte an, sich vorerst auf seinen Bauernhof zurückziehen zu wollen. Nun aber stellte er klar: "Ich habe zwar etwas gegen Endgültigkeit. Aber ich kann Ihnen versichern: Ich habe nicht vor, noch einmal zu trainieren. Ich hatte einen würdigen Abschluss."

Die frühzeitige Verpflichtung Guardiolas als seinen Nachfolger bereits im Winter bezeichnete Heynckes als "richtige Entscheidung für einen Generationswechsel. Bayern musste zugreifen. Wenn die Bayern keinen adäquaten Ersatz gefunden hätten, hätte man noch mal miteinander reden können. Aber so, wie es jetzt ist, ist es mir am liebsten". Er übergebe Guardiola "eine perfekt funktionierende Mannschaft". Ein Angebot des Bezahlsenders Sky, als Experte zu arbeiten, habe er abgelehnt, sagte Heynckes: "Soll ich da über die Arbeit meines Nachfolgers reden? So etwas mache ich nicht."

Guardiola wird am 24. Juni vom FC Bayern offiziell vorgestellt. Präsident Uli Hoeneß, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportvorstand Matthias Sammer werden ebenfalls an der Pressekonferenz in der Münchner Allianz Arena teilnehmen.

Heynckes: "Hoeneß hat einen großen Fehler gemacht"
Zur Steueraffäre von Hoeneß sagte Heynckes: "Seine Situation macht jedem Sorgen, der ihm nahesteht. Ich kenne den Menschen Hoeneß wahrscheinlich besser als jeder andere, abgesehen von seiner Familie." Sein Freund Hoeneß habe "einen großen Fehler gemacht", so Heynckes weiter. "Aber ich habe etwas gegen Vorverurteilung." Außerdem wundere es ihn, "dass von Tausenden Selbstanzeigen nur eine einzige publik wird, nämlich die von Uli Hoeneß. Insofern ist er selber Opfer eines Gesetzesbruchs geworden".

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