Die Angeklagten hatten bei der Partie in Busto Arsizio Anfang Jänner dunkelhäutige Milan-Spieler wiederholt verhöhnt, bis Kevin-Prince Boateng (Bild) den Ball auf die Tribüne schoss und den Platz aus Protest verließ. Seine Mitspieler folgten ihm in die Kabine, das Spiel wurde abgebrochen.
Die Anklage hatte wegen der Rassismus-Beleidigungen Haftstrafen von vier bis sechs Monaten gefordert. Richter Toni Adet Novik blieb mit dem Strafmaß von zwei Monaten für fünf Angeklagte weit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Ein Fan kam mit 40 Tagen Gefängnis davon, weil er mit der Justiz zusammengearbeitet hatte. Milan-Spieler Sulley Muntari verurteilte das Gericht zu einer Geldstrafe von 500 Euro, weil er unentschuldigt nicht erschien.
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