Tragödie auf Mallorca
Streit um Koffer endete auf Flughafen tödlich
Ein deutscher Urlauber soll eine 64-jährige Mitarbeiterin auf dem Flughafen in Mallorca so stark geschubst haben, dass sie wenig später verstarb: Es drohen drei Jahre Haft.
Vor dem Strafgericht in Palma steht aktuell ein deutscher Mallorca-Urlauber (48) vor Gericht. Dem zweifachen Familienvater wird vorgeworfen, nach einem Streit für den Tod einer Flughafen-Mitarbeiterin im April 2019 verantwortlich zu sein.
Frau verstarb wenig später an den Folgen
Der Mann wollte den Sicherheitsbereich verlassen, um eine Zigarette zu rauchen. Als er zurückwollte, um seinen Koffer zu holen, hinderte ihn die Mitarbeiterin daran. Der 48-Jährige soll ausfällig geworden sein und die Frau so heftig geschubst haben, dass sie zu Boden fiel und sich den Oberschenkel brach. Wenige Tage später verstarb die Mitarbeiterin, die an Herzproblemen litt und kurz vor ihrer Pensionierung stand. Am Mittwoch sagte der Deutsche vor Gericht mit einem Dolmetscher aus und stritt die Tat ab: „Ich habe sie nicht berührt. Sie ist von selbst zu Boden gefallen.“
Die Staatsanwaltschaft hingegen geht von fahrlässiger Tötung aus und fordert laut „Mallorca Zeitung“ drei Jahre Gefängnis. Außerdem sollte der 48-Jährige der Familie des Opfers eine Entschädigung in Höhe von 400.000 Euro zahlen.
Wegen „Mangel an Beweisen“ plädiert der Anwalt des Deutschen auf Freispruch. Noch ist das Urteil nicht gefallen.









Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.