23.05.2013 14:00 |

20-Prozent-Quote

Insolventer Erste-Liga-Klub FC Lustenau gerettet

Die Zukunft des insolventen Erste-Liga-Vereins FC Lustenau scheint gesichert. Wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) am Donnerstag bekannt gab, stimmten die Gläubiger dem vorgelegten Sanierungsplan des Fußballklubs zu. Die Gläubiger sollen demnach eine Quote von 20 Prozent erhalten. Der Masseverwalter hatte im Verfahren Gläubiger-Forderungen in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro anerkannt.

Dem Sanierungsvorschlag zufolge will Vorarlbergs ältester Fußballverein zehn Prozent der Schulden innerhalb von vier Wochen nach Annahme des Plans bezahlen, fünf Prozent binnen sechs Monaten und noch einmal fünf Prozent innerhalb eines Jahres, hieß es beim KSV. Möglich wurde die Rettung des FC Lustenau durch eine Spendenaktion, bei der 150.000 Euro zusammenkommen sollen. 100.000 Euro waren vor wenigen Tagen schon beisammen.

Der FC Lustenau wurde 1907 gegründet, er hat rund 400 Mitglieder. Neben der Profimannschaft wurden in der laufenden Saison auch zwei Teams im Amateurbereich geführt, im FC-Nachwuchs kicken etwa 250 Spieler. Bereits im März war der Klub von der Liga per Saisonende zum Zwangsabstieg aus der Ersten Liga verurteilt worden.

FC Lustenau wollte zu Saisonende ohnehin absteigen
Als Grund wurden "mehrfache Verstöße gegen Verpflichtungen aus dem Lizenzierungsverfahren" angeführt. Die finanzmaroden Vorarlberger wollten aber ohnedies nicht um eine Lizenz ansuchen. Die laufende Erste-Liga-Meisterschaft wird der FC Lustenau auf dem achten Platz abschließen. In welcher Liga der Verein in der kommenden Saison spielen wird, ist noch offen.

Neue Führungsmannschaft inzwischen installiert
Auf Funktionärsebene wurde der Schnitt mit der jüngsten Vergangenheit bereits in der Vorwoche vollzogen. Auf einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung wurde ein neuer, aus vier Personen bestehender Vorstand gewählt. Mit Ex-Präsident Dieter Sperger wurde vereinbart, dass es keine Forderungen an ihn bzw. von seiner Seite aus an den Verein geben wird.

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