In der Steiermark könnte es nun also bereits vor Weihnachten einen freiheitlichen Landeshauptmann geben.
Die Verhandlungen zwischen der siegreichen FPÖ und der steirischen ÖVP scheinen rasch und zielorientiert zu laufen. Damit werden nun schon fünf von neun Bundesländern von einer schwarz-blauen beziehungsweise in der Steiermark blau-schwarzen Koalition regiert.
Und in wenigen Wochen kommt die Landtagswahl im Burgenland und spätestens im nächsten Herbst auch die in Wien. Und auch dort werden starke freiheitliche Zugewinne prognostiziert.
EINERSEITS wissen wir natürlich, dass in politischer Hinsicht die Musik in Wien, also auf Bundesebene, spielt. Und dort wurden die Freiheitlichen – vorläufig – ausgebremst.
ANDERERSEITS werden sich Nehammer und Co. zunehmend schwertun, den Österreichern klarzumachen, warum man auf Bundesebene mit der FPÖ nicht zusammenarbeiten könne, während es in nahezu allen Ländern geht.
Da bleiben dann als Grund wohl nur persönliche Befindlichkeiten übrig, offenbar Nehammers Antipathie gegenüber Herbert Kickl. Und das ist ein bisschen wenig, wenn es um die Sanierung der Republik geht.
Da ist es nur logisch, dass die „Vranitzky-Doktrin“, wonach die Sozialdemokratie mit der FPÖ nicht zusammenarbeiten dürfe, entsorgt wurde. Was sich demnächst im Burgenland auswirken dürfte.
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