Anfrage an Wallner

Signa-Geschäfte der Hypo: Grüne wollen Klarheit

Vorarlberg
06.12.2024 14:50
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Hypo Vorarlberg hat enge geschäftliche Verbindungen zur René Benkos Signa-Gruppe unterhalten. Die Grünen fordern nun Landeschef Markus Wallner dazu auf, endlich für Aufklärung zu sorgen. 

Kaum ein Tag ohne neue Enthüllungen rund um die insolvente Signa-Gruppe des Immobilienjongleurs René Benko, die Causa ist mittlerweile zu einem Kriminalfall geworden. Gleich ob mögliche COVID-Förderbetrugsfälle beim Chalet N in Lech, die mutmaßliche Korruption in Südtirol oder das mögliche finanzielle Fiasko beim Kaufhaus Lamarr – die Hypo war bei all diesen Projekten beteiligt. Aus Vorarlberger Sicht besonders brennend ist die Frage, wie viel Geld die Landesbank tatsächlich im Seifenblasenreich des Tirolers versenkt hat.

„Landeshauptmann kann sich nicht verstecken“
Aus Sicht der Ländle-Grüne liegt es zuvorderst an Landeshauptmann Markus Wallner, Licht ins Dunkel zu bringen: „Die Vorarlberger haben ein Recht darauf, dass mit ihrem Geld sorgsam umgegangen wird. Wallner muss als Eigentümervertreter seine Verantwortung wahrnehmen und alle Kontrollmöglichkeiten ausschöpfen“, betonen Klubobmann Daniel Zadra und Kontrollsprecherin Eva Hammerer.

Wallner hatte in der Vergangenheit immer wieder darauf verwiesen, dass das operative Geschäft einzig dem Vorstand der Hypo unterliege. Damit gibt sich Zadra allerdings nicht zufrieden: „Der Landeshauptmann kann sich nicht hinter dem Vorstand verstecken, sondern muss sich genauestens über die Lage informieren: Wie hoch ist der Schuldenstand des Signa-Imperiums bei der Hypo, wie viel wurde bereits zurückgezahlt und wie hoch werden die Verluste für die Vorarlberger sein?“

Ruf der Bank stehe auf dem Spiel
Sollten mit Geldern der Ländle-Hypo tatsächlich Bauprojekte finanziert worden sein, die mit kriminellen Machenschaften in Verbindung stehen, würde das dem an sich guten Ruf der Bank extrem schaden, was selbstredend nicht im Sinne des Eigentümers sein könne, so die Grünen-Doppelspitze. Um Landeschef Wallner zumindest ein wenig aus der Deckung zu zwingen, haben die Grünen am Freitagvormittag eine parlamentarische Anfrage inklusive eines umfassenden Fragenkatalogs eingereicht.

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