Sauna fing Feuer

Acht Menschen aus brennendem Haus in Graz gerettet

Österreich
10.05.2013 08:03
Bei einem Brand im Saunabereich eines Grazer Wohnhauses sind am Donnerstag acht Menschen, darunter ein Kleinkind, verletzt worden. Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen die Flammen bereits meterhoch aus den Fenstern. Die Bewohner mussten von der Feuerwehr aus dem brennenden Gebäude befreit werden. Das Feuer war durch einen versehentlich eingeschalteten Ofen ausgelöst worden.

Das Feuer war kurz nach Mittag im ersten Stock des Hauses in der Prankergasse - direkt über einem Nachtklub - ausgebrochen. Der Brand griff auf das gesamte Geschoß über. 

Beim Eintreffen der Feuerwehr seien bis zu vier Meter hohe Flammen aus drei Fenstern emporgelodert, erklärte Einsatzleiter Dieter Pilat. Über zwei Zugänge drangen die Rettungskräfte in das verrauchte Stiegenhaus ein und brachten die acht Bewohner ins Freie.

Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen
Während die Berufsfeuerwehr mit insgesamt 25 Kräften das Feuer löschte, versorgte das Rote Kreuz die Verletzten. Die meisten kamen laut Rettungseinsatzleiter Rudolf Reisner mit leichten Rauchgasvergiftungen davon. Eine Bewohnerin habe durch den Qualm eine mittelschwere Vergiftung erlitten. 

Das Rote Kreuz war mit insgesamt 27 Helfern im Einsatz. Alle Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Drei Erwachsene sowie das Kleinkind mussten die Nacht im Spital verbringen, die übrigen Bewohner konnten in Notunterkünften Unterschlupf finden, denn die Räumlichkeiten waren noch zu verrußt.

Ofen- statt Lichtschalter betätigt
Die Brandursache konnte indes von den Ermittlern geklärt werden: Die Besitzerin des Nachtklubs hatte in ihrer Wohnung den Saunaofen versehentlich eingeschaltet, erklärte Kriminalist Günter Peterka. Die Grazerin hatte den Wellnessraum als Lager benutzt und u.a. Weidenkörbe auf dem Ofen abgestellt. Etwa eine Stunde vor dem Feuer war sie offenbar noch in der Sauna. Als sie diese verließ, drückte sie statt dem Licht- den Ofenschalter.

Das Lokal bleibe noch einen Tag geschlossen, da vorübergehend kein Strom im Haus sei, erklärte der Ermittler. Die Besitzerin muss mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst rechnen. Der Schadenshöhe dürfte voraussichtlich rund 250.000 Euro betragen.

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