Der Linzer Osten ist zweifellos das dynamische Herz der Stadt – doch mit dem rasanten Wachstum kommen auch Herausforderungen. Während die Skyline des Stadtteils von Baukränen dominiert wird, wird der Verkehr immer mehr zum Problem.
„Mehr Autos gehen sich im Osten nicht aus. Wir brauchen ein Umdenken“, betont Mobilitätsreferent, VP-Stadtvize Martin Hajart. Ein solches Umdenken soll das seit mehr als einem Jahr in Arbeit befindliche „Mobilitätskonzept Linz Ost“ bringen. Ziel ist eine zukunftssichere Verkehrslösung, die auf den Öffi-Ausbau, sichere Radwege und eine Förderung des Fußgängerverkehrs setzt. Gleichzeitig sollen auch Versäumnisse der Vergangenheit – etwa die schlechte ÖPNV-Anbindung des Hafenviertels – nachgeholt werden.
Für die Erstellung des nun vorliegenden Konzepts analysierten Trafility und Drees & Sommer die Mobilitätsströme unter Einbeziehung der Anrainer und der in die städtebaulichen Entwicklungen eingebundenen Unternehmen. Daraus ergaben sich zwölf Fokusfelder.
Verbesserung des Übergangs der Hafenstraße
Der Radweg von der A7 kommend wird im Bereich der Zufahrt Am Winterhafen etwas nach Norden verschwenkt, um Radfahrer und Fußgänger auch bei erhöhtem Verkehrsaufkommen wartender Fahrzeuge eine sichere Querung zu ermöglichen. Der Übergang führt anschließend in einen auf drei Meter verbreiterten, kombinierten Geh- und Radweg über die Hafenstraße. Ein signalisierter Übergang über die Hafenstraße sorgt für sichere Bedingungen, sodass Fußgänger und Radfahrer die Straße gefahrlos überqueren können.
Die Fortsetzung des Radwegs in der Lederergasse
Dieser ist vollständig geplant und bereits im Bauprogramm verankert. Die Pläne hierzu wurden am 25. November in der Bürgerinformationsveranstaltung im Neuen Rathaus behandelt, öffentlich ausgehängt und werden auch online einsehbar sein. Der Abschnitt zwischen Herbert-Bayer-Platz und Kaisergasse wurde zu einer Fahrradstraße umgewandelt, damit für den Durchzugsverkehr gesperrt. Zwischen Kaisergasse und Honauerstraße wurde im ersten Bauabschnitt ein baulich getrennter Zweirichtungsradweg mit mindestens drei Metern Breite errichtet.
Bis Jänner können Anrainer ihre Inputs einbringen, im Frühjahr soll das Konzept im Gemeinderat beschlossen werden und danach ins Bauprogramm für 2026 aufgenommen werden.
In Sachen Öffi-Ausbau gibt’s schlechte Nachrichten: Weil Busbauer „Van Hool“ in Konkurs ging, wird die O-Bus-Linie 48 – 2027 geplant – erst später realisiert werden können.
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