„Nicht glücklich“, wäre SPÖ-Chef Andreas Babler mit einer FPÖ-SPÖ-Regierung in der Steiermark. Im Gespräch mit der „Krone“ äußert er sich zu den Verhandlungen über Millionärssteuern, erklärt, warum bei den Koalitionsverhandlungen dennoch jeder Euro zweimal umgedreht werden muss – und ob er an ein Comeback des ehemaligen SPÖ-Bundesparteigeschäftsführers Max Lercher in der Steiermark glaubt.
„Krone“: Herr Babler, die SPÖ ist mittlerweile in fünf Bundesländern und auf Bundesebene auf Platz drei. Wann kommt jetzt das Comeback, das Sie bei Ihrem Antritt versprochen haben?
Andreas Babler: Wir arbeiten immer daran, dass wir als Erster durchs Ziel gehen. Aber wir erleben gerade ein Erstarken der Rechtsextremen und Rechtspopulisten nicht nur in Österreich, sondern überall. Natürlich ist es unser Anspruch stärker zu werden und wir können nicht zufrieden sein, dass wir unser Ergebnis vom letzten Mal nur gehalten haben. Man muss aber die Rahmenbedingungen sehen, unter denen so ein Ergebnis zustande kommt: Wir hatten Konkurrenz von links – da konnten wir abdichten. Die Menschen sind zu Recht verärgert wegen der massiven Teuerung, der schlechter werdenden Gesundheitsversorgung und dem Ausbleiben von echten Lösungen in der Migrationsthematik. Populistische und rechtsextreme Parteien in ganz Europa geben einfache Antworten auf diese Probleme und profitieren davon. Uns ist es leider in der letzten Wahlauseinandersetzung nicht gelungen, von diesem Unmut gegen die Regierenden zu profitieren – umso mehr werden wir daran arbeiten, diese Probleme in Zukunft auch wirklich zu lösen.
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