EuGH-Urteil

Steaua muss für seinen homophoben Präsidenten haften

Sport
25.04.2013 11:44
Der rumänische Spitzenklub Steaua Bukarest darf nicht so tun, als ob er mit schwulenfeindlichen Äußerungen seines Besitzers nichts zu tun habe. Dies hat der Europäische Gerichtshof am Donnerstag in Luxemburg entschieden. Steaua-Chef George Becali, genannt "Gigi", hatte in einem Interview erklärt, er würde niemals einen homosexuellen Spieler bei seinem Verein dulden.

Nach einer Beschwerde argumentierte Steaua Bukarest, Becali sei rechtlich gar nicht für Einstellungen zuständig. Der Verein könne also nicht gegen die Antidiskriminierungsrichtlinie der EU verstoßen haben.

Die höchsten EU-Richter widersprachen: Die Tatsache, dass der Verein sich von den Äußerungen seines "Patrons" nicht distanziert hatte, sei durchaus zu berücksichtigen. Der Verein müsse auch beweisen können, dass die sexuelle Orientierung für die Einstellung keine Rolle spiele.

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