Das Softwareunternehmen General Solutions lud 60 Köpfe in das Villa Blanka Eventcenter zum sogenannten IT-Talk ein. Im Fokus stand das Thema Besucherlenkung in Tourismusregionen. Eine Expertin gab ein Beispiel aus der Praxis.
Zum dritten Mal in Folge fand der vom Softwareunternehmen General Solutions initiierte IT-Talk statt. Im Villa Blanka Eventcenter diskutierten rund 60 Vertreter aus dem Tourismus, der Wirtschaft und der Technik über das Thema Besucherlenkung. Der Tenor: Gerade an stark frequentierten Orten führe kein Weg an der Lenkung von Radfahrern, Bergsteigern und anderen Freizeitsportlern vorbei. „Viele dieser Gruppen können mit digitalen Lösungen erreicht werden“, meint Florian Falkner, der Geschäftsführer von Generals Solutions.
An Spitzentagen zählten wir 18.000 Besucherinnen und Besucher bei gerade einmal 650 Einwohnern. Wir mussten handeln.
Silke Stabinger
Parkplatzbuchungssystem und Zufahrtsbeschränkungen
Einen Einblick, wie das gehen kann, liefert Silke Stabinger, Geschäftsführerin des Tourismusvereins Prag in Südtirol: „An Spitzentagen zählten wir 18.000 Besucherinnen und Besucher bei gerade einmal 650 Einwohnern. Wir mussten handeln. Im Jahr 2020 haben wir daher begonnen, die Anzahl derjenigen, die gleichzeitig am See sind, auf 4000 zu begrenzen.“
Eingeführt wurden dafür ein Parkplatzbuchungssystem sowie Zufahrtsbeschränkungen. „Diese Schritte waren rückblickend richtig und wichtig“, betont Stabinger.
Einschränkungen ja, aber nur mit Maß und Ziel
Wichtig sei bei dem Thema jedoch, dass man nicht zu viele Einschränkungen mache. Klaus Pietersteiner vom Amt der Tiroler Landesregierung meint dazu: „Tendenziell funktionieren die Besucherlenkungsmaßnahmen besser, die ohne einen erhobenen Zeigefinger auskommen. Die Leute müssen verstehen, warum sie etwas nicht tun sollten.“
Wichtig diesbezüglich ist die Schaffung von genügend Angeboten: Angefangen bei Routen für Tourengeher bis hin zu Wanderpfaden. Da diese Infrastrukturen immer wieder extremen Wetterereignissen ausgesetzt sind, müssen die Touristen rasch über etwaige Sperren informiert werden. „Digitale Tools sind dabei ein gutes Instrument für die Echtzeitkommunikation.“
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