Zum wiederholten Male in dieser Saison ließ Vizemeister Salzburg alles vermissen. Überraschend kam der Auftritt gegen Blau-Weiß Linz aber nicht. Schließlich sind derartige Leistungen in den vergangenen Wochen schon zur Normalität geworden. Ein Kommentar von „Krone“-Redakteur Sebastian Steinbichler.
Was ist Salzburgs wahres Gesicht? Ohne viel zu überlegen wären die Antworten wohl folgendermaßen: pure Dominanz, Pressing bis zum Sauerstoffzelt, unbändiger Siegeswille und ein offensives Feuerwerk. Doch die Realität sieht völlig anders aus.
Ein Blick auf die Statistik gegen Blau-Weiß Linz reicht dafür. 795 Pässe spielten die Bullen. Sie hatten über 76 Prozent Ballbesitz. Und herausgekommen ist: gar nichts! Am Ende standen nur fünf Schüsse auf der Habenseite. Kein einziger davon ging aufs gegnerische Tor!
Der Gegner, ein Mittelständler in der Bundesliga, hatte fast dreimal so viele Versuche, vier davon aufs Salzburger Tor. Dazu zeigte die Truppe von Pep Lijnders zum wiederholten Male keinen Willen. So sollten alle Alarmglocken schrillen. Weil auch die Meisterschaft immer mehr in Gefahr gerät. Nach Verlustpunkten fehlen fünf Zähler auf Platz eins. Ob die Nachträge gegen Hartberg und Klagenfurt gewonnen wurden, muss aktuell aber stark angezweifelt werden.
Ideenlos, planlos, lustlos
Auftritte wie der am Sonntag sind zugleich keine Überraschung mehr. Vielmehr sind Leistungen wie in Rotterdam nur mehr Ausreißer nach oben, weil sie zur Mangelware verkommen sind. Die Fans werden reihenweise enttäuscht. Der Vizemeister wirkt völlig ideenlos, planlos, lustlos – egal, wer der Gegner ist. Das ist das neue, das ist das wahre Gesicht der Bullen.
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