Immer mehr Salzburger Gemeinden reagieren auf Trauer-Trends und bieten auf den Friedhöfen Alternativen an. Denn die Zahl der Grabauflassungen stieg zuletzt an. Immer weniger wollen sich ein klassisches Grab anschaffen.
Allerheiligen ist in der katholischen Kirche ein hoher Festtag. Immer mehr Menschen nehmen aber vom klassischen Pilgern auf die Friedhöfe Abstand und entscheiden sich für Alternativen zum klassischen Grab. Wer über Friedhöfe spaziert, wird vermehrt auf aufgelassene Gräber aufmerksam.
Mehr Auflassungen als Grabgründungen in der Stadt
Die Zahlen aus der städtischen Friedhofsverwaltung bestätigen das. „Wir haben heuer 340 Grabstellen neu vergeben“, informiert Christian Stadler, Amtsleiter der Stadtgärten. Im Gegenzug wurden 430 Gräber aufgelassen. Das Minus von 90 entspreche dem Schnitt der letzten Jahre, so Stadler.
Die Friedhofsverwaltung reagiert mit neuen Angeboten: Auf fast allen Stadtfriedhöfen sind mittlerweile Urnenbestattungen unter Bäumen möglich. Aufgelassene Gräber samt historischer Grabsteine können von Paten kostenlos übernommen und später genutzt werden.
Auch am Land wächst das Angebot: In Saalfelden gibt es im Ortsteil Ramseiden nun eine Friedhofs-Alternative in der Natur. „Wir stehen damit am Start“, so Bestatter Andreas Gadenstätter. Die Fläche stellt die Gemeinde zur Verfügung. Und auch Nico Mösinger, neuer Innungsmeister für die 20 Bestatter in Stadt und Land Salzburg, beobachtet Ähnliches: „Der Trend ist ungebrochen.“ Ein Plus von 20 Prozent verzeichnet Pax Natura Naturbestattung mit acht Friedhöfen in Österreich von Glanegg bis Graz.
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