Amerika, du bist anders! Hier ist der Wahlkampf noch gar nicht zu Ende, aber bei den Vorauswahlen können schon die Stimmen abgegeben werden. So ist der 5. November nicht der Tag der Wahlentscheidung, sondern der Abschluss.
Und auch danach wird das Land, sollte Trump verlieren, in Atem gehalten. Nach der Wahlschlacht droht dann die Schlacht der Anwälte bis zum Obersten Gericht, da Trump schon jetzt Betrugsabsichten behauptet. Er wird seine Treuen mobilisieren, Druck auf Landesparlamente auszuüben, damit sie das gewählte Team von Wahlmännern/-frauen blockieren und ein neues bestimmen.
So bricht das politische Chaos aus. Schließlich kommt der 6. Jänner, der schon 2021 ein amerikanischer Albtraumtag war: Der neu gewählte Kongress könnte bis dahin gar nicht in der Lage sein, die Präsidentenwahl zu ratifizieren.
Ist das der Fall, geht die Präsidentenwahl weiter in das Repräsentantenhaus. Das war schon mehrmals der Fall. Dort hat dann aber jeder Bundesstaat, egal wie groß, nur eine Stimme. Die Abgeordneten aus jedem Staat müssen sich auf ein Votum einigen. Die republikanischen Bundesstaaten sind in der Mehrheit. Trump wäre Präsident!
Auf der Strecke bliebe die demokratische Glaubwürdigkeit der USA. Doch das ist Trump ohnehin egal.
Am 20. Jänner wird der Präsident vereidigt. Am 21. Jänner würde er laut eigenen Aussagen den Ukrainekrieg beenden und „einen Tag Diktator“ sein...
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