Trotz wenig Interesse

Kärntner Sozialdemokraten sind bereit zum Regieren

Kärnten
28.10.2024 12:45

Nach der bitteren Niederlage bei der Nationalratswahl blickt die Kärntner SPÖ in die Zukunft. Und während der Landesvorstand wenig Freude an einer möglichen Regierungsbeteiligung hat, ist für SP-Chef Peter Kaiser „Zeit, Verantwortung zu übernehmen.“

Nach Jahren in der Opposition haben die Sozialdemokraten wieder die Chance auf eine Regierungsbeteiligung. Und dazu tagen nicht nur die Gremien in Wien, sondern auch in den Bundesländern. Beim Landesparteivorstand in Kärnten herrscht aber nur mäßiges Interesse an einer Regierungsbeteiligung. „Aber es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Kärntens Parteichef Peter Kaiser nach der Sitzung. Und dabei müsse man eben auch Kompromisse eingehen und eine „Koalition mit den Österreichern eingehen.“ 

Regierungsverhandlungen mit Kärntner Handschrift
Gleiche Worte findet auch der stellvertretende Klubobmann Philip Kucher, der bei den Sondierungsgesprächen eine führende Rolle spielt. „Die Politik steht vor großen Herausforderungen“, so der gebürtige Klagenfurter.  Denn immerhin kämpfe Österreich mit dem Wirtschaftswachstum, steigender Arbeitslosigkeit und den Staatsschulden.

Zitat Icon

Es zeigt sich, wie wichtig der Bereich Bildung ist. Da ist Kärnten ein Vorbild.

Kärntens Parteichef Peter Kaiser

Und bei den Themen, die in der künftigen Regierung angegangen werden müssen, bleiben sich die Sozialdemokraten selbst treu: leistbares Wohnen, Gesundheit und Pflege, Bildung und die Senkung von Energie- und Heizkosten. Auch die Asylthematik müsse laut Kaiser und Kucher rasch gelöst werden. Aber auch Kärntner Themen sollen im neuen Regierungsprogramm ihren Platz finden.

Kärntner Forderungen:

  • Wiederaufnahme der Planung einer Güterbahntrasse im Zentralraum
  • Intercity-Haltestelle in Kühnsdorf
  • Ausbau des Logistikzentrums Fürnitz
  • Bilaterale Unterstützung für eine Lösung beim Plöckenpass
  • Bundesweite Lösung für Opfer von Unwetter- und Naturkatastrophen

„Wir sind am Anfang eines langen Weges“, betont der stellvertretende Klubobmann. Und welche Rolle Kucher in einer künftigen Regierung einnehmen könnte: „Wir sind stets bereit, aber die Personaldebatte kommt ganz zum Schluss“, so Peter Kaiser.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Kärnten
28.10.2024 12:45
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung