Salzburg bleibt ein hartes Pflaster für die Steirer, die seit Juli 2002 an der Salzach nicht mehr gewonnen haben. Gegen die "Bullen" konnten die "Blackys" in den vergangenen 16 Duellen zudem nur einen Sieg (23. Oktober 2011) verzeichnen. Die Grazer gaben Rang drei wieder an das punktegleiche Rapid ab, das am Vortag in Innsbruck 1:1 gespielt hatte.
Schiemer bei Zweikampf wieder einmal verletzt
Nach der Kopfverletzung Martin Hintereggers vor einer Woche verloren die Salzburger am Sonntag Innenverteidiger Franz Schiemer, der bei einer seiner gewohnt kompromisslosen Aktionen mit Sturm-Goalie Johannes Focher zusammenprallte und mit Gehirnerschütterung und Cut ins Spital eingeliefert wurde, wo er aus Sicherheitsgründen auch die Nacht verbringen sollte.
Salzburg, ohne die verletzten Valentino Lazaro und Hinteregger sowie den gesperrten Isaac Vorsah, diktierte das Geschehen auf dem Feld nach Belieben. Das Spiel der Bullen - mit dem Mittelfeld Kevin Kampl, Stefan Hierländer, Valon Berisha und Mane - war wohl ansehnlich, aber zu ineffizient. Entweder kam der letzte Pass nicht an oder man agierte bei den Torschüssen glücklos. So wie Soriano, der in der vierten Minute bei einem abgefälschten Versuch bei der besten Möglichkeit der ersten Hälfte an Focher scheiterte.
Sturm-Graz-Abwehr völlig durch den Wind
Sturms neu formierte Abwehr, wo Mittefeldmann Andreas Hölzl rechts in die Viererkette beordert wurde, Martin Ehrenreich für den gesperrten Christian Klem nach links wechselte und Michael Madl in der Innenverteidigung den gesperrten Milan Dudic ersetzte - benötigte eine halbe Stunde, um sich zu festigen. Offensiv war man fast völlig abgemeldet, auch schnelle Konter blieben Stückwerk. Erst nach 34 Minuten musste Salzburg-Goalie Alexander Walke gegen Madl nach einem verlängerten Kopfball Rubin Okoties klären.
Bald nach dem Seitenwechsel fanden die Hausherren aber gegen weiterhin offensiv völlig harmlose Grazer auf den Pfad der Tor-Tugend: Nach kraftvoller, dynamischer Vorarbeit Manes, der in den Strafraum gezogen war, machte Soriano aus der Drehung das 1:0 perfekt (51.). Eine Viertelstunde später verpasste Kampl per Kopf nur knapp das Tor (66.), wieder elf Minuten danach war neuerlich Soriano nach Ballglück aus Kurzdistanz neuerlich zur Stelle. Der starke Mane schließlich setzte mit einem gefühlvollen Heber über Focher in der 80. Minute den Schlusspunkt.
Sturm kam nach dem Seitenwechsel nur durch Leo Kaufmann "gefährlich" vors Tor, als der zur Pause eingewechselte Mittelfeldakteur sich beim Zusammenprall mit Walke (64.) verletzte und wieder vom Platz musste.
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