Kärntens Landessportdirektor Arno Arthofer warnt wegen des Mega-Sparkurses die Vereine per Mail – und sagt: „Die aktuelle Lage kann auch existenzielle Konsequenzen haben.“ Wieviel gespart werden muss, welche Veranstaltungsanfragen er bereits absagen musste und welche Lösungen es gibt:
Das Sparschwein plündern. Den Gürtel enger schnallen. Jeden Cent zweimal umdrehen. . .
Kärntens, speziell auch Klagenfurts Sport-Vereine, können diese unsäglichen Redewendungen wohl nicht mehr hören. Die Landeshauptstadt muss bekanntlich massiv einsparen, kann nur noch vertraglich bereits fixierte Events (wie den Ironman etc.) steigen lassen.
1,2 Millionen Euro
Und jetzt schlägt zudem das Land Alarm! Zumal auch da für 2025 neun Prozent des aktuellen Sportbudgets gekürzt werden müssen – was in Summe rund 1,2 Millionen Euro sind. Mitte Dezember wird dies im Landtag beschlossen.
„Können keine Förderungen zusichern“
Was einen Rattenschwanz nach sich zieht. Denn erhalten Event-Organisatoren nichts mehr von der Stadt, laufen sie zum Land. „Ich habe unsere Klubs per Rundmail animiert, neue Wege zu gehen, etwa bei der Ausrichtung von Veranstaltungen andere Geldgeber zu finden. Und ansonsten müssen sie sich auf den klassischen Sport-Alltag besinnen. Wir können derzeit keine Fördervergaben zusichern. Die aktuelle Lage kann auch existenzielle Konsequenzen für Vereine haben“, erklärt Landessportdirektor Arno Arthofer.
Das Vorhaben, die European Games (mit Beachvolleyball & Co.) in Kärnten auszutragen, scheiterte aus Einsparungsgründen. So auch das jüngste Angebot, die Österreich-Radrundfahrt durch unser Bundesland düsen zu lassen! Die World Games im Sportpark wackeln, Damen-Eishockey-Großevents (wie heuer die WM in Klagenfurt) können nicht mehr einfach so steigen – ja, selbst „kleinere“ Veranstaltungen wie eine Bogen-EM in Moosburg oder Stocksport-WM am Goggausee.
„Hängt am seidenen Faden“
Arthofer: „Das alles animiert den Nachwuchs, bringt dem Tourismus Geld, aber hängt am seidenen Faden!“ Und bringt uns wieder zu einer unsäglichen Redewendung: Hier wird wohl am falschen Ende gespart.
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