Gernot Kremser, Posthof-Musikchef, ist neuer LIVA-Prokurist. Warum das für ihn eine Herzenssache ist, sagt er im „Krone“-Talk. Ins Programm des Brucknerhauses – durch Skandale angeschlagenes Flaggschiff der LIVA – wird er sich aber nicht einmischen.
„Krone“: Das Brucknerhaus Flaggschiff der LIVA, wird von Skandalen gebeutelt. Nun nehmen Sie die Prokura an, warum das?
Gernot Kremser: Ich bin seit 17 Jahren in der LIVA und seit 13 Jahren im Linzer Posthof – die LIVA liegt mir am Herzen. Es gibt viele Mitarbeiter, die ihren Job mit großer Leidenschaft machen. Und man muss auch da sein, wenn man gebraucht wird.
Wie weit ist die Programmplanung gediehen?
Das Brucknerhaus ist save für 2025/26. Aber ich bin nicht für die Programmplanung verantwortlich und werde es als Prokurist auch nicht sein. Das Programm ist Sache eines neuen künstlerischen Geschäftsführers.
Werden sich die Leute darum raufen, nach den Ereignissen hier im Brucknerhaus Intendant zu werden?
Ich kann nur sagen, es ist ein tolles Haus mit tollen Mitarbeitern. Und ich kann mich nur Meinhard Lukas anschließen, dass man rasch festlegt, wo es hingehen soll. Was ist das Ziel des Hauses, was der Auftrag?
Wie lange darf die Intendantensuche dauern?
Das kann ich schwer sagen, weil alles ganz frisch ist. Aber es wird derzeit mit einer beispiellosen Ernsthaftigkeit und Schnelligkeit gearbeitet. Chapeau vor dem Aufsichtsratsvorsitzenden, der zugleich mit einer Behutsamkeit agiert, die wir als Mitarbeiter gut finden.
Werden Sie sich einbringen bei der Profilfindung für das Brucknerhaus?
Das wird sich noch herausstellen.
Wolfgang Scheibner, „Klangwolken-Macher“ und LIVA-Prokurist, wechselt zur Linz AG. Werden noch andere wegwechseln?
Ich sehe es nicht als Fluchtbewegung! Es sind schwierige Zeiten, ich will nichts schönreden. Aber ich glaube, dass die einzelnen Häuser der LIVA und auch das Brucknerhaus besondere Orte sind. Ich glaube, dass man dieses Bewusstsein wieder finden muss.
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