Sein Chef? Arsene Wenger, absolute Trainer-Ikone. Sein Auftrag? Der Aufbau von Fußball-Infrastruktur für Talente, weltweit. Eine spannende Aufgabe, der Willi Ruttensteiner (61) da gerade für den Weltverband FIFA nachgeht. „Eine große Herausforderung, die genauso großen Spaß macht“, erzählt Ruttensteiner.
Auf dem Papier lautet die Bezeichnung der Tätigkeit High Performance Consultant. In der Realität bedeutet das: Am Sonntag ging’s für den einstigen ÖFB-Teamchef, -Sportdirektor und -Visionär nach Aruba, dann auch noch nach Costa Rica.
Dort arbeiten im Auftrag der FIFA junge Trainer, die den Aufbau einer Akademie vorantreiben. Ruttensteiner schaut ihnen über die Schultern, unterstützt sie. Das ehrgeizige Ziel: Bis Ende 2027 soll es in 75 Ländern derartige FIFA-Akademien geben. Aktuell hält man bei 23.
Jedes Talent soll Chance haben, es auf große Bühne zu schaffen
Der Aufbau der Akademien ist eines der Kernziele des FIFA-Programms. Die weiteren: Jedes Talent der Welt soll die Chance haben, es auf die große Bühne zu schaffen. Mit der Unterstützung der nationalen Verbände sollen diese wettbewerbsfähiger gemacht werden. Nicht zuletzt in Afrika schlummert da wohl riesiges Potenzial.
„Bei einem reizvollen Angebot kann ich jederzeit aussteigen!“
Mit einer Persönlichkeit wie Wenger am Werk zu sein, „ist eine große Ehre“. Wenger „verpflichtete“ Ruttensteiner nach einem Vortrag, den der Oberösterreicher beim DFB-Kongress in Freiburg gehalten hatte. Die Modalitäten sind klar. „Bei einem reizvollen Angebot kann ich jederzeit aussteigen.“
Österreichs Heimspiele gegen Kasachstan und Norwegen in Linz verpasste Ruttensteiner aufgrund seiner FIFA-Agenden. Das „nicht sehr wertschätzende“ Ende seiner Ära beim ÖFB (1999 bis 2017) ist „Schnee von gestern“.
„Österreichs Mannschaft ist gerade auf ihrem Zenit!“
Nicht ohne Stolz beobachtet er stattdessen das aktuelle Nationalteam und stellt fest: „Diese Mannschaft ist gerade auf ihrem Zenit, hat eine riesige Erfahrung und wird uns noch viel Freude bereiten.“
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