Spektakulärer Einsatz am Sonntagabend im Karwendelgebirge im Tiroler Unterland: Ein tschechisches Kletter-Pärchen musste mit einem nachtflugtauglichen Hubschrauber aus einer Felswand geborgen werden, nachdem sich die Frau verletzt hatte und sie nicht mehr absteigen konnte.
„Herzschlag der Leidenschaft“ – die Kletterroute mit diesem klingenden Namen wurde am Sonntag den Tschechen zum Verhängnis. Bereits gegen 7 Uhr in der Früh stiegen die 40-jährige Frau und der Mann (50) Uhr von der Gramai-Alm bei Pertisau in die Klettertour ein.
Kein Weiterkommen wegen Verletzung
Es war im wahrsten Sinne ein Tagesausflug. Denn nach einer Kletterzeit von rund zwölf Stunden (!) befand sich die 40-Jährige im Nachstieg und sie rutschte zirka 200 Meter unterhalb des Sonnjoch-Gipfels im Gemeindegebiet von Vomp plötzlich aus. Dabei zog sie sich eine Handgelenksverletzung zu.
Die Besatzung des Rettungshubschraubers konnte die beiden Tschechen beim Erkundungsflug gegen 19.50 Uhr in der Wand sichten und diese anschließend mittels Seilwinde bergen.
Die Polizei
„Aufgrund der Verletzung war eine Fortsetzung der Tour nicht mehr möglich, weshalb die Tschechen gegen 19 Uhr einen Notruf absetzten“, berichtete die Polizei. Aufgrund der Dunkelheit wurden von der Leitstelle ein nachtflugtauglicher Notarzthubschrauber angefordert sowie die Bergrettung und Alpinpolizei verständigt.
Mittels Seilwinde geborgen
„Die Besatzung des Rettungshubschraubers konnte die beiden Tschechen beim Erkundungsflug gegen 19.50 Uhr in der Wand sichten und diese anschließend mittels Seilwinde bergen“, so die Ermittler weiter.
Nachdem das Paar in der Gramai abgesetzt worden war, trat es selbstständig die Heimreise an. Ärztliche Hilfe sei von der verletzten Frau nicht in Anspruch genommen worden.
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