Die Liebe seiner Familie und aufopfernde Pflege holten ein Unfallopfer aus dem Koma ins Leben zurück! Und das während Fluten sein Haus umtosten...
„Die beiden sind so tapfer. Denn während Kathis Vater und meine Freundin Renate sich mutterseelenallein gegen das eindringende Hochwasser stemmen mussten, rang Christian auf der Intensivstation des Krankenhauses in St. Pölten um sein Leben“, erinnert sich Zara Auferbauer, eine Vertraute der Familie, an die wohl dramatischste Herausforderung im Leben der Familie Wolf.
Das Schicksal nahm am 25. Juli am Riederberg seinen Ausgang. Denn an diesem Tag brach für die Familie aus Judenau im Bezirk Tulln die bisher so glückliche Welt zusammen. „Mein Papa wurde auf seinem Motorrad völlig schuldlos gerammt und lebensgefährlichst verletzt“, schildert Kathi Wolf, die angesichts dieser Unfalltragödie im Interview mit der „Krone“ noch immer mit den Tränen kämpft.
Mein Papa hat den Kampf gegen den Tod gewonnen. Dieser ist zwar noch nicht ganz ausgestanden, doch wir sehen jetzt Licht am Ende des Tunnels.
Kathi Wolf (23) Tochter des Unfallopfers
Eine Zeit des Bangens
Für die junge Verlagsmitarbeiterin und ihre Mama begann eine Zeit des Betens, Bangens und Verzweifelt-Seins. Denn selbst die beherzt behandelnden Mediziner des Landesklinikums in St. Pölten bereiteten die Angehörigen täglich auf das Schlimmste vor. Den Kampf um das Leben des 50-jährigen technischen Angestellten gaben sie aber niemals auf. „Das Team um Oberarzt Dr. Christian Wick hat sich in aufopfernder Weise und in jeder Hinsicht um den Patienten bemüht. Niederösterreich kann stolz auf solches ärztliches Personal sein“, versichert Zara Auferbauer.
Doch ehe Christian aus dem Koma erwachte, mussten sich die Frauen zu Hause gegen das Schicksal aufbäumen. Denn das Hochwasser schoss vier Meter hoch in das zuvor so behütete Heim. Betten, Bilder und Erinnerungen, Kleider und Schuhe – alles wurde binnen Minuten weggespült. Auch das Auto der auf Spenden angewiesen 23-Jährigen ist kaputt. Die Versicherung ersetzt nur einen Bruchteil der materiellen Verluste. „Nichts in der Welt hätte mir meinen geliebten Mann ersetzen können. Es wird zwar noch viel Liebe und Geduld brauchen, doch es geht für uns drei bergauf“, ist Brigitte Wolf dankbar.
Spenden erbeten: gofundme.com und in der Suchfunktion „Kathi braucht unsere Hilfe“ eingeben.
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