Plötzliche Wendung:

Ex-Knacki flog jetzt doch von Linzer Polizeischule

Oberösterreich
28.09.2024 10:00

Es klingt kurios: Ein Mühlviertler hatte seine kriminelle Vorgeschichte verschwiegen, durfte aber weiter die Schulbank in der Linzer Sicherheitsakademie drücken. Nun gab es eine unvorhergesehene Wendung: Er flog raus. Der Grund liegt aber nicht in seiner Vergangenheit als Ex-Häfenbruder.

Nun also doch! Jener Mühlviertler, der es trotz Verurteilung und Haft in die Linzer Polizeischule geschafft hatte, musste gehen. Am 20. September rüstete er – unfreiwillig – ab, gab Uniform und Dienstwaffe zurück. Es gibt kein Zurück in die Sicherheitsakademie oder die Linzer Inspektion, wo er als Schüler zugeteilt war.

„Es gab eine Verfehlung“
„Ja, es läuft ein Verfahren zur Dienstauflösung“, bestätigt die Landespolizeidirektion auf „Krone“-Anfrage. Warum der spät berufene Nachwuchsbeamte doch noch gehen musste, dürfe man aus rechtlichen Gründe nicht sagen – nur, dass es eine Verfehlung gab. Diese habe aber nichts damit zu tun, dass der Mühlviertler auf dem Einstellungsfragebogen seine kriminelle Vorgeschichte vergessen hatte. Denn er musste seine Haft in Deutschland, die er wegen des Verkaufs von verbotenen Medikamenten bzw. Nahrungsergänzungsmitteln ausgefasst hatte, nicht angeben, weil sie schon lange her und außerdem offiziell getilgt war.

Bei Justiz hinausgeflogen
Bei der Justiz, wo der nunmehrige Ex-Polizeischüler als Wachbeamter angeheuert hatte, war er auch hinausgeflogen, als aufkam, dass er einmal auf der anderen Seite der Zellentür gewesen war. Ehemalige Justiz-Kollegen hatten ihn bei der Polizei auffliegen lassen, weil sie ihn beim gemeinsamen Schießtraining wiedererkannt hatten.

Der Weg zum Arbeitsgericht ist dem Ex-Polizeischüler möglich, eine Klage auf Wiedereinstellung sei aber aussichtslos.

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