Auf dem Jahresparteitag der in Großbritannien regierenden Labour-Partei ist in Liverpool ein Modell eines möglichen Stadion-Neubaus für den Fußballklub Manchester United vorgestellt worden. Das neue Stadion des englischen Rekordmeisters soll umgerechnet rund 2,4 Milliarden Euro kosten. Noch ist allerdings offen, ob es tatsächlich gebaut wird.
Das Old Trafford, seit 1910 die Spielstätte von ManUnited, ist Berichten zufolge dringend sanierungsbedürftig. Derzeit wägen die Klub-Verantwortlichen unter Leitung von Minderheitseigner Sir Jim Ratcliffe ab, ob eine Sanierung und Erweiterung des traditionsreichen „Theaters der Träume“ oder der Bau eines neuen Stadions auf dem Gelände direkt nebenan im Trafford Park sinnvoller ist.
Ratcliffe bevorzugt dem Vernehmen nach einen Neubau. Der Ineos-Chef hatte mehrfach den Wunsch geäußert, ein „Wembley des Nordens“ bauen zu lassen, also eine dem Wembley-Stadion vergleichbare prestigeträchtige Spielstätte, die auch etwa für Länderspiele genutzt werden könnte. Entworfen wurde das neue Modell vom Londoner Architekturbüro Foster + Partners, das auch an der Entwicklung des Wembley-Stadions beteiligt war.
Neue Arena mit 100.000 Zuschauern?
Im Gegensatz zu derzeit gut 74.000 Sitzplätzen im Old Trafford würde eine neue Arena Platz für 100.000 Zuschauer bieten. Das Projekt umfasst auch Pläne für ein Shoppingcenter, neue Wohnblöcke mit 17.000 Wohnungen und neue Bahnstationen in der Umgebung.
Manchesters Bürgermeister Andy Burnham stellte klar, dass für das Stadion keine Steuergelder verwendet würden. Allerdings müsste für eine Erweiterung oder einen Neubau ein Güterbahnhof, der sich hinter dem Old Trafford befindet, verlegt werden, um Platz zu schaffen, wofür Steuergelder fließen könnten.
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