Die Unwetterlage in Tirol ist auch am Montag weiter großteils ruhig und stabil geblieben. Trotz prognostizierter Niederschläge bis Dienstag werde „keine kritische Hochwassersituation“ erwartet, hieß es vom Land. Es habe auch am Wochenende keine „außerordentlichen Ereignisse“ gegeben, sagte der Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes, Anton Wegscheider.
Montagmittag machten sich 110 Feuerwehrleute aus Tirol auf den Weg nach Niederösterreich. Zwei Katastrophen-Züge werden die Kolleginnen und Kollegen im Osten unterstützen, erklärte Wegscheider der APA. Mit im Gepäck haben sie neben vier Großpumpen, mehreren Kleinpumpen auch einige Großaggregate und weiteres „Equipment für den Hochwassereinsatz“. Die Feuerwehrleute werden vorerst bis Mittwoch in Niederösterreich aushelfen, dann werde über die weitere Vorgangsweise entschieden.
Lokale Vermurungen und Verklausungen
Im Bundesland war die Unwetter-Situation wie bereits in den Tagen zuvor unter Kontrolle, es gab keine außergewöhnlichen Vorkommnisse. Am Wochenende gab es Einsätze, „wie wir sie bei heftigeren Unwettern kennen“ und wie sie „mittlerweile öfter“ auftreten, beschrieb Wegscheider die Situation. Am häufigsten mussten die Feuerwehren in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel ausrücken, wobei lokal Vermurungen, Sturmschäden, Verklausungen von Bächen und unter Wasser stehende Keller die Feuerwehrleute beschäftigten. Man sei angesichts der prognostizierten Regenfälle am Montag jedenfalls weiterhin „gut aufgestellt“, wurde versichert.
Schneefallgrenze steigt auf rund 2000 Meter
Von Montagfrüh bis Dienstagfrüh wurden im Nordalpenraum weitere 30 bis 50 Millimeter Niederschlag erwartet, informierte das Land auf APA-Anfrage. Die Schneefallgrenze soll von 1400 Meter in der Nacht auf Dienstag auf rund 2000 Meter steigen. Dann dürfte es zu einer „moderaten Hochwasserführung bis in den Bereich eines fünfjährlichen Hochwassers im Tiroler Unterland“ kommen. Dies stelle aber „keine kritische Hochwassersituation“ dar. Ab Dienstag soll sich das Wetter dann beruhigen.
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