Die Schule übersiedelt in zwei Jahren, dann steht der Großteil eines 500 Jahre alten Schlosses im Mühlviertel leer. Der Adelssitz, der dem Land gehört, soll verkauft werden. Erste Interessenten haben das Luxusdomizil schon besichtigt, doch jetzt wird Schloss Bergheim ein Fall für den Landtag.
Seit mehr als zwei Monaten wird für das Schloss Bergheim in Feldkirchen/D. vom Land Oberösterreich ein Käufer gesucht. Jetzt wird der Adelssitz, der noch zwei Jahre als Landwirtschaftliche Fachschule dienen soll, Bauhof und Altstoffsammelzentrum der Gemeinde beherbergt, ein Fall für den Landtag. Der Abgeordnete und SP-Gemeindesprecher Tobias Höglinger will von Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) wissen: „Was ist der aktuelle politische Auftrag der Landesimmobilien-Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Schloss Bergheim?“
„Soll nur schnell verkauft werden?“
Denn die Liegenschaft wird bekanntlich über den privaten Makler Mangoni Immobilien angeboten. „Es gibt mehrere spannende Ideen, was Interessenten daraus machen wollen“, sagt Makler Diether Raffelsberger, der auch schon mit potenziellen Käufern Besichtigungen durchgeführt hat. Bekanntlich sieht die Gemeinde den Verkauf an Private skeptisch und setzt sich für einen Erhalt des Schlosses als Schulstandort ein. Der SP-Gemeindesprecher im Landtag möchte auch gerne wissen, ob es „nur darum geht, das Grundstück so schnell wie möglich zu verkaufen“, wird der Wert des Schlosses samt 16 Hektar Grund doch auf knapp fünf Millionen Euro geschätzt.
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