Der Papst hat in Indonesien, dem mit 280 Millionen größten muslimischen Staat der Welt, zum Kampf gegen extremistische Strömungen aufgerufen. Sie würden versuchen, „mithilfe von Täuschung und Gewalt die Religionen zu verfälschen“.
Dazu ein aktuelles Beispiel: Verhöre junger islamistischer Terroristen zeigen das Bild von Tätern, die über ihre Religion herzlich wenig Bescheid wissen; höchstens über die Existenz der 72 ewigen Himmelsjungfrauen. Ihr Lebensmittelpunkt ist das Feindbild: Israel, Juden, der Westen. Sie wurden über das Internet radikalisiert.
In den allgemein anerkannten Moscheen ist noch kaum ein Täter radikalisiert worden. Die 700.000 muslimischen Mitbewohner in Österreich haben mit religiösem Eiferertum wenig am Hut. Dort wird (mit wenigen Ausnahmen) der Terror klar verurteilt, weil er der Religionsgemeinschaft schadet und sie der Mehrheitsgesellschaft entfremdet.
Nur: Diese Stimmen dringen kaum in die Öffentlichkeit. Deshalb können sie auch nicht dem Terrorwahnwitz im Internet Paroli bieten.
Was tun? Wer kann jungen Möchtegern-Terroristen das vermeintliche Heldentum ausreden?
Normal-Imame müssten offensiv in die Öffentlichkeit gehen, und solche Stimmen müsste man auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk hören können. Und: Import-Imamen in den Hinterhöfen das Handwerk legen!
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