Ein irakischer Clan ist diese Woche in Graz wegen Suchtgifthandels auf der Anklagebank gesessen. Am Freitag fielen fünf Schuldsprüche. Der älteste Sohn fasst 15 Jahre Gefängnis aus.
Wegen der Einfuhr und dem Verkauf von über 20 Kilo Kokain, 250 Kilo Cannabis und einem Kilo Flex-Kokain („Zombie-Droge“) musste sich diese Woche, wie berichtet, eine irakisch-stämmige Familie am Grazer Straflandesgericht verantworten.
In fremdem Haus Drogen gebunkert
Der 36-jährige Hauptangeklagte soll zusammen mit seinem Bruder (33) die Drogen in Montenegro bestellt und dann verkauft haben. Der Suchtgifthandel konnte den Verdächtigen über den Chatverlauf, der über Krypto-Messenger Dienste gelaufen war, nachgewiesen werden.
Die Lagerung der Drogen erfolgte unter anderem in einem Kaminschacht in einem Haus, mit dem die Beschuldigten gar nichts zu tun haben, in Tiefgaragen oder leer stehenden Wohnungen. Der 36-Jährige bekannte sich in den meisten Punkten schuldig, versuchte aber den jüngsten Bruder und seine Frau zu entlasten.
Gestern fielen die Urteile: Der älteste Sohn fasste 15 Jahre Gefängnis aus, der mittlere sieben Jahre. Vater, Mutter und der jüngste Sohn bekamen kombinierte Geld- und bedingte Haftstrafen, die Schwiegertochter wurde freigesprochen. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.