Im zweiten Halbfinale startete Ghana zunächst nach Maß: Einen fragwürdigen Elfer verwertete der 22-jährige Mubarak Wakaso souverän zum 1:0 ins Eck (13.). So richtig Fahrt nahm die Partie aber erst nach dem Seitenwechsel auf. Ein Bance-Kopfball wurde von Ghana-Goalie Abdul Dauda an die Latte abgewehrt (53.). Auf der anderen Seite traf Asamoah Gyan aus elf Metern etwas stümperhaft nur das Aluminiumgehäuse (58.).
In regulärer Spielzeit war Ghana dem Sieg näher
Das rächte sich auch prompt. Aristide Bance traf nach einem unnötigen Ghana-Ballverlust von der Strafraumgrenze ohne Mühe ins Eck (60.). In der regulären Spielzeit war Ghana dem Sieg näher, ein Atsu-Schuss wurde von Burkina-Faso-Tormann Daouda Diakite gut pariert (83.). In der Verlängerung hatte dann aber der Außenseiter die klar besseren Momente: Harrison Afful konnte einen Bance-Schuss auf der Linie stehend über das Tor ablenken (112.).
Burkina Faso hatte dann auch in der Folge großes Pech: Jonathan Pitroipa wurde im Strafraum regelwidrig gelegt, der tunesische Schiedsrichter Slim Jeddi entschied allerdings auf Schwalbe und zeigte dem Stürmer die Ampelkarte (117.). Im Elferschießen wurde der Underdog aber belohnt, da aufseiten von Ghana sowohl Isaac Vorsah, der einen Meter danebenschoss, als auch Emanuel Clottey sowie Emmanuel Agyemang-Badu die Nerven versagten.
Nigeria gegen Südafrika-Bezwinger Mali ohne Probleme
Bereits zuvor hatte sich Nigeria das Finalticket gesichert: Die "Super Eagles" ließen Mali in Durban nicht den Funken einer Chance. Elderson Echiejile per Kopf (25.), Ideye Brown (30.) nach einem Konter und Emmanuel Emenike mit einem abgefälschten Freistoß (44.) sorgten schon vor der Pause für die Vorentscheidung. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielgeschehen und Ahmed Musa erhöhte auf 4:0. Das Aufbäumen von Südafrika-Bezwinger Mali kam zu spät und wurde nur durch den Ehrentreffer von Cheick Diarra (75.) belohnt.
Die Nigerianer stehen damit zum ersten Mal seit 2000 im Afrika-Cup-Finale und peilen den dritten Turniersieg nach 1980 und 1994 an. Beim letzten Triumph war Coach Stephen Keshi noch als Spieler dabei gewesen. Er könnte damit als erst Zweiter das Kunststück schaffen, den Afrika Cup als Spieler und Trainer zu gewinnen.
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