Die Treibhausgas-Emissionen sind in Österreich im Vorjahr um 6,4 Prozent gesunken. Für Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) ist das ein Zeichen dafür, dass „grüne Klimaschutzpolitik wirkt“. Viele Menschen hätten einen Beitrag dazu geleistet, sagte sie am Donnerstagabend in der „ZiB 2“.
So zählte die Ministerin beispielsweise das Nutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln und den Einsatz von erneuerbarer Energie in Privathaushalten und Unternehmen auf. „Danke an alle, die mit dem Klimaticket unterwegs sind“, sagte sie.
Den größten Teil des Rückgangs der Emissionen würde Klimapolitik ausmachen – unter anderem Maßnahmen im Gebäudebereich und Verkehr. Die Regierung hätte Rekordinvestitionen in den öffentlichen Verkehr getätigt. Dem Einwand, dass es regelmäßig überfüllte Züge und Verspätungen gebe, entgegnete Gewessler, dass mehr Menschen das Klimaticket nutzen würden als gedacht, und es im Verkehr noch Aufgaben gebe.
Hier sehen Sie ein Posting von Gewessler zu den Treibhausgasemissionen.
Preise und Emissionen gesunken
Sie denke jedenfalls nicht, dass eine Reduktion von Emissionen automatisch zu höheren Preisen führen müsse. Die Energiepreise seien im Vergleich zu Beginn des Ukraine-Kriegs wieder gesunken. „Putin hat uns erpresst.“ Damals habe die Regierung die Bevölkerung unterstützt.
Sehr wohl ihren Preis haben muss Verschmutzung, wenn es nach der Politikerin geht. Dies sei ein System, das funktioniere. So müssten etwa Dienstwägen besteuert werden.
„Aufräumen kostet Geld“
Gewessler findet, dass das Warum in Debatten oft verloren gehe, und erinnerte in diesem Zusammenhang an die Vermurungen und Unwetter der vergangenen Wochen. „Klimaschutz sichert uns das Überleben.“ Ohne ihn könnte irgendwann nicht mehr aufgeräumt werden – etwas, das übrigens ebenfalls Geld koste.
Ich bewerbe mich um die Verlängerung.
Gewessler will im Amt bleiben
Die Ministerin ist überzeugt, dass Österreich seine Klimaziele erreichen könne, allerdings müssten dafür viele Aufgaben erledigt werden. „Ich bewerbe mich um die Verlängerung“, sagte sie. Ob sie sich gar die Nachfolge von Spitzenkandidat Werner Kogler vorstellen könne, ließ Gewessler offen. Sie könne sich keinen besseren Parteichef vorstellen. Er sei ein Teamplayer und halte allen den Rücken frei.
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