"Sarkozy hat mich nie gebeten, für Katar zu stimmen, weil er wusste, dass ich ein freier, unabhängiger Mann bin", sagte der UEFA-Präsident der Nachrichtenagentur AFP. Vonseiten der FIFA gab es zum Bericht von "France Football" keine Stellungnahme.
Nach Angaben des Blattes kam es am 23. November 2010, zehn Tage vor der WM-Vergabe, im Pariser Elysee-Palast zu einem geheimen Treffen des Ex-Weltklasse-Kickers mit dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und dem Prinzen von Katar, Tamim bin Hamad al-Thani. Teilgenommen habe auch Sebastien Bazin, damaliger Klubchef des zu dieser Zeit in großen Finanznöten befindlichen Spitzenklubs Paris St. Germain.
Laut "France Football" wurde Platini von Sarkozy überzeugt, "aus geopolitischen Gründen" für Katar zu stimmen. Der UEFA-Boss wollte ursprünglich für die USA votieren.
Katar gewann mit 14:8 Stimmen
Katar, ein Land ungefähr so groß wie Oberösterreich und mit Juni-Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius, setzte sich im entscheidenden Wahlgang gegen die USA mit 14:8 durch - auch deswegen, weil angeblich die Stimmen der FIFA-Exekutivkomitee-Mitglieder Issa Hayatou (Kamerun), Nicolas Leoz (Paraguay), Julio Grondona (Argentinien), Rafael Salguero (Guatemala) und Jacques Anouma (Elfenbeinküste) vom damaligen asiatischen Verbandschef Mohamed Bin Hammam aus Katar gekauft wurden.
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