Das Ziel, bis 2040 die heimische Stromproduktion zu 100 Prozent mit Erneuerbaren zu decken, rückt näher. 2023 trugen erneuerbare Energien bereits mit 87,6 Prozent zur gesamten inländischen Energieerzeugung bei. Energie aus Öl, Erdgas und Kohle dominiert aber weiterhin.
Einen Rekordanstieg verzeichnete das Energieministerium bei der Photovoltaik. Während der Anteil der Wasserkraft tendenziell reicht rückläufig ist, steigt jener der Biomasse, verweist das Ministerium auf den jährlichen „Statistikbericht „Energie in Österreich – Zahlen, Daten, Fakten“. Elf Prozent des Energieverbrauchs in Österreich wurden demnach im Vorjahr aus Wasserkraft gedeckt. 2,2 Prozent stammten aus Windkraft, 1,6 Prozent aus Photovoltaik, 2,4 Prozent aus Umgebungswärme und 2,1 Prozent aus brennbaren Abfällen – zusammen ungefähr so viel wie Kohle mit 7,7 Prozent. Den Löwenanteil stellen noch immer Öl (35,7 Prozent) und Erdgas (18,5 Prozent).
Gasverbrauch sinkt
Ein Detail, das besonders hervorgehoben wird: 2023 sei um 14,5 Prozent weniger Gas zur Deckung des Energieverbrauchs eingesetzt worden als im Jahr davor.
Der Beitrag der Windenergie zur heimischen Stromerzeugung ist seit 2005 von rund zwei auf mittlerweile 11,4 Prozent gestiegen. Die Stromproduktion aus Wind ist 2023 im Vergleich zu 2022 um 10,9 Prozent gestiegen. Auch wurden Windkraftanlagen mit einer Leistung von 331 Megawatt neu installiert.
Wärmepumpen am Vormarsch
Die Sonnenkraft trug 2023 bereits 8,7 Prozent (2022: 6,6 Prozent) zur heimischen Stromerzeugung bei. Der PV-Boom schlägt sich vor allem bei den Neuinstallationen nieder. Für 2023 erfolgte ein Rekordzuwachs um rund 2600 Megawatt Peak, die kumulierte Gesamtleistung stieg damit auf 6,4 Megawatt Peak und hat sich damit seit 2019 beinahe vervierfacht. Die Nutzung von Umgebungswärme aus Luft, Erde oder Grundwasser über Wärmepumpen zur Raumheizung bzw. Warmwasserbereitung hat sich seit 2005 versiebenfacht
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